Personalabbau bei Mercedes
Daimler-Betriebsrat akzeptiert Zahl 8500 nicht

Der Betriebsrat von Mercedes hat bei der Einigung auf einen Stellenabbau nicht der von Daimler-Chrysler genannten Zahl von 8500 Stellen zugestimmt.

HB FRANKFURT. „Diese Zahl ist vom Betriebsrat keineswegs akzeptiert“, sagte Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe). Der Gesamtbetriebsrat habe lediglich über die Bedingungen für den sozialverträglichen Personalabbau verhandelt. Die Festlegung der Abbauzahl sei eine reine Vorstandsentscheidung.

„Auf die Zahl 8500 ist der Vorstand gekommen, indem er von oben heruntergerechnet hat, was das Personal kosten darf, wenn die Rendite X erzielt werden soll. Dahinter stehen Kostensenkungsziele, die wir im Betriebsrat nicht teilen. Diese Vorgehensweise des Vorstands ist höchst problematisch, zumal der Personalabbau nicht allein mit reduzierten Absatzzahlen zu begründen ist“, sagte Klemm.

Daimler-Chrysler hatte Ende September den Abbau von 8500 der fast 94 000 Stellen bei Mercedes in Deutschland angekündigt. Für Abfindungsregelungen hat der Autobauer 950 Mill. € bereitgestellt. Auf einer Betriebsversammlung in dem von den Abbauplänen am stärksten betroffenen Werk Sindelfingen hatte Mercedes-Chef Dieter Zetsche auf schnelle freiwillige Vereinbarungen gedrängt.

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