Personalabbau: Siemens streicht 1100 Stellen im Energiebereich

Personalabbau
Siemens streicht 1100 Stellen im Energiebereich

Der Industriekonzern Siemens streicht bei zwei Energie-Tochtergesellschaften in Deutschland 1100 Arbeitsplätze. In den kommenden zwei Jahren will Vorstandschef Peter Löscher sechs Milliarden Euro an Kosten reduzieren.
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BerlinSiemens macht mit seinem angekündigten Sparprogramm ernst und streicht knapp 1100 Arbeitsplätze im Energiebereich. Von den Kürzungen entfallen rund drei Viertel auf die Sparte Fossil Power Generation und ein Viertel auf den Bereich Oil & Gas, wie ein Siemens-Sprecher am Donnerstagabend in einer E-Mail mitteilte.

Siemens hatte im vergangenen Monat ein umfassendes Sparprogramm angekündigt, um inmitten der Wirtschaftskrise seine Gewinnspannen erhöhen zu können. In den kommenden zwei Jahren will Vorstandschef Peter Löscher sechs Milliarden Euro an Kosten reduzieren. Dazu will er unprofitable Geschäftsfelder abstoßen, Standorte zusammenlegen und auch Stellen streichen. Den Umfang des Jobabbaus hatte Siemens im November zunächst offen gelassen. Der von dem Stellenabbau nun betroffene Bereich Energie stellt unter anderem Windturbinen, Versorgungssysteme für Ölplattformen sowie komplette Kraftwerke her.

 

Kommentare zu "Siemens streicht 1100 Stellen im Energiebereich"

Alle Kommentare
  • "werden wir Siemens in 10 - 15 Jahren nur noch aus den Geschichtsbüchern kennen"

    Genau das ist die Intention. Man überlege nur, wo Löscher herkommt und was dann vermutlich sein Ziel und Auftrag ist (Wir sind das GE ...).

  • Genau. Die unproduktiven Fachkräfte gehören ALLE auf die Straße. Dann hat man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Der Fachkräftemangel wäre behoben und man hätte einen riesigen Pool, aus dem man die modernen Sklaven für'n Appel und 'n' Ei bekommen könnte. Und durch die massive Unkostensenkung steigen die Gewinne. Die produktive "Arbeit" kann dann durch die Wasserköpfe, Wasserkopflenker und -vorgesetzten erledigt werden, die ja dann nichts mehr zum "Führen" und nichts anderes zu tun haben. Das bisschen operative Arbeit macht sich zwar nicht ganz von allein, kann aber problemlos von den Vorgesetzten (mit) gemacht werden. DAS wäre dann wirklich "nachhaltig" (bzw. ein nachhaltiger Kreislauf? ein perpetuum mobile?).

  • ... "Neues schaffen" was weltweit begehrlich nachgefragt wird ... ist schon herausfordernd schwerer.....
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    Davon hat Siemens sich leichtfertig getrennt , Energie ist natürlich Weltweit nachgefragt , nur eben nicht aus EE !

    Seit Siemens sich aus dem Bau Nichtkonventioneller zurückgezogen hat , geht es mit diesem Unternehmen Berg ab .
    Klar Staubsauger , Zahnarztstühle oder Windmühlen baut heute jeder , zur hälfte der kosten die Siemens verlangen muss !
    Ich habe mich von ALLEN Unternehmensbeteiligungen die ich an Siemens hatte getrennt , dieser Konzern beginnt gerade in den freien Fall überzugehen , bieten sie auch künftig keine Atomkraftwerke an , werden wir Siemens in 10 - 15 Jahren nur noch aus den Geschichtsbüchern kennen.

  • Also ich kann nur "vermuten" aufgrund der wenigen Zeilen. Leider schreibt HANDELSBLATT ja nicht tiefer, wo denn die Probleme lagen und warum SIEMENS es nicht schafft.

    Im Artikel steht: "stellt unter anderem Windturbinen, Versorgungssysteme für Ölplattformen sowie komplette Kraftwerke". Bei all diesen Dingen besteht sicher eine weltweite Konkurrenz. Gefertigt wird sonst wo und vor Ort wird es dann wie ein patchwork zusamengefügt. Vermutlich ist hier SIEMENS schlicht zu teuer und auch nicht innovativ genug. Summasumarum ... andere können es preiswerter für eine ähnliche Qualität liefern. Gleichzeitig hat sich SIEMENS wohl on der vergangenen Jahren keinen Wissensvorsprung erarbeitet, der hilft die höheren deutschen Preise zu kompensieren. Letzteres wäre dann die eigentliche "Pleite" und dann die eigentliche Kernfrage:

    Warum schafften nicht hochbezahlte "Beamteningenieure" das Geschäft stärker geistig zu durchdringen und vorausschauend NEUES zu entwickeln, was weltweit gefragt ist ? Natürlich wird man abgehängt, wenn die Innovationsgeschwindigkeit nicht mehr stimmig ist. Natürlich schläft die Konkurrenz nicht.

    Wenn jetzt 1.100 Stellen abgebaut werden müssen, heißt es auch die komplette Leitungsebene hat über viele Jahre schlicht mental versagt. Traurig ist es sicher, dass die verantwortliche Leitungsebene mit schönen hohen Renten in den Ruhestand geht und sonst wie super kompfortabel abgesichert ist. Ausbaden dürfen es nun die 1.100 Stellen, die gestrichen werden. Traurig ist, dass hier nichts mehr nachwachsen kann. Was weg ist ... ist weg. Man hat halt viele Jahre der Chancen nicht genutzt. Einfach verpennt, verpeilt, verschlafen, zu bequem, zu satt ... .

    Es regt schlicht auf.

    SIEMENS sollte sich nicht scheibchenweise zurückentwickeln, sondern dynamischer werden und neue Arbeitsplätze schaffen. "Verwalten" kann Jeder .... "Neues schaffen" was weltweit begehrlich nachgefragt wird ... ist schon herausfordernd schwerer.

  • @Around_the_world: Es gibt weltweit keine Studie die besagt, daß es einen Zusammenhang zwischen CO2-Anstieg und Temperaturanstieg gibt.

  • Warum so wenig Entlassungen? Mit mehr Entlassungen kann man noch mehr (Un-)Kosten sparen und erfreut noch mehr den Aktionär. Außerdem behebt man dann aktiv den nicht vorhandenen Fachkräftemangel. Wenn schon dann denn schon, 10000 Mitarbeiter mindestens. Nur so erfreut sich der Aktionär zu Weihnachten.

  • Stimme voll zu
    Alles langsam im Rückwärtsgang.
    Solar schon fast weg -- macht China und jetzt Abbau bei
    Wind.

  • Mhh, ich dachte es gibt mit der Energiewende auch tausender neuer Jobs und die besten Ingenieure der Welt importieren die Technologie ins Ausland. Im Moment höre ich im Zusammenhang Energiewende/Wirtschaft nur Firmeninsolvenzen, Stellenabbau und Anstieg der CO2-Werte im Ausland. Seltsam, da habe ich wohl was falsch verstanden.

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