Personalchef fordert "flexibelsten Systeme der Welt"
Hartz plant Senkung der Arbeitskosten bei VW

VW-Personalvorstand Peter Hartz beabsichtigt die Arbeitskosten beim Wolfsburger Autobauer drastisch zu senken. So sollen Überstunden erst ab der 40. Stunde bezahlt werden.

HB BERLIN. Die Arbeitskosten beim Volkswagen-Konzern sollen bis 2011 um 30 Prozent gesenkt werden. Das sehen Pläne von VW-Personalvorstand Peter Hartz vor. In einem Interview des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» schlug Hartz unter anderem vor, Überstunden erst ab der 40. Stunde zu bezahlen.

Darüber hinaus soll ein Drittel der Löhne an das Betriebsergebnis gekoppelt und die Arbeitnehmer an den Kosten der Fortbildung beteiligt werden. Die Verhandlungen über den neuen Haustarif bei der Volkswagen AG sollen am 10. Mai beginnen.

Um als Hochlohnland konkurrenzfähig zu bleiben, brauche man in Deutschland «die flexibelsten Systeme der Welt», sagte Hartz. Zwar sollen die Bruttolöhne laut Hartz «auf dem heutigen Niveau bleiben». Doch sein Plan sieht die Einführung einer demographischen Arbeitszeit vor, die es Jüngeren erlauben würde, künftig deutlich mehr als die bei VW üblichen rund 30 Wochenstunden zu arbeiten. Hartz geht jedoch davon aus, dass sein Konzept «für einige Gewerkschaften starker Tobak» sein werde.

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