Personalie
Ford-Chef gerät unter Druck

Geht er, oder geht er nicht? Viele Verantwortliche bei Ford nerven die Spekulationen über einen möglichen Wechsel von Konzernchef Alan Mulally zu Microsoft. Deshalb wollen sie ihm nun die Pistole auf die Brust setzen.
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Detroit/ New YorkDer Ford -Verwaltungsrat hat Insidern zufolge die Spekulationen über einen Wechsel von Konzernchef Alan Mulally zu Microsoft satt und drängt ihn zu einer Entscheidung über seine Zukunft. Die heikle Personalie stehe am Donnerstag bei einem Treffen des Top-Managements auf der Agenda, erfuhr Reuters in dieser Woche. Dabei war noch unklar, ob der 68-Jährige selbst an dem Meeting teilnimmt. Die Angelegenheit übertöne andere wichtige Felder, klagte eine dem Verwaltungsrat nahestehende Person. „Niemand schreibt über den Ford-Mustang oder die Geschäftsentwicklung – sie schreiben über Mulally“. Das Gremium wolle ihn deshalb auf das Thema ansprechen.

Microsoft hat die Liste für die Nachfolge von Firmenchef Steve Ballmer von anfangs rund 40 Namen mittlerweile auf nur noch fünf externe Anwärter zusammengestrichen, wie Reuters zuletzt von Insidern erfuhr. Darunter ist auch Mulally, der sich bislang keineswegs bemüht hat, sein Interesse an dem neuen Job zu leugnen. Zudem verlautete bereits im September, dass Ford Mulally notfalls früher ziehen lassen würde, obwohl er nach offizieller Darstellung lieber das Lenkrad des Autobauers in der Hand behalten soll.

Mehrere prominente Investoren des Software-Riesen haben sich hinter den Kulissen für Mulally starkgemacht. Mit der Chefsuche bei Microsoft vertraute Personen berichten jedoch, das Microsoft auch einen jüngeren externen Kandidaten mit mehr Erfahrung in der Technologiebranche erwägt. So stehe neben drei internen Kandidaten auch Ex-Nokia -Chef Stephen Elop auf der Bewerberliste.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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