Pessimistischer Ausblick
Eon kassiert die Gewinnziele

Der Energiekonzern Eon hat seine Prognose für 2013 nach unten korrigiert. Die wirtschaftliche Unsicherheit sei gestiegen, teilte das Unternehmen mit. Auch die Dividende steht infrage.
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DüsseldorfDer von der Energiewende gebeutelte Eon-Konzern blickt skeptisch in die nahe Zukunft und stellt seine Dividende für das kommende Jahr infrage. Angesichts der erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten erscheine der Ausblick für 2013 nicht erreichbar, teilte der größte deutsche Versorger am Montagabend überraschend mit. Eon kämpft wie andere Versorger auch mit gesunkenen Großhandelspreisen für Strom. Diese sind zuletzt wegen der schwächeren Nachfrage der Industrie in den schuldengeplagten Ländern Südeuropas und angesichts einer Überkapazität an Kraftwerken gefallen.

Bislang hatte Eon für das kommende Jahr ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zwischen 11,6 und 12,3 Milliarden Euro und einen nachhaltigen Konzernüberschuss von 3,2 bis 3,7 Milliarden Euro erwartet. Je Aktie sollte für 2013 eine Dividende von 1,10 Euro ausgeschüttet werden. „Vor dem Hintergrund der erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten und strukturellen Änderungen des Sektor-Umfeldes erscheint dieses nicht erreichbar“, erklärte der Konzern.

Zugleich überprüfen die Düsseldorfer die Aussagen für das Jahr 2015. Angaben dazu, welche Aussagen gemeint sind, machte Eon nicht. Der Konzern hatte im Sommer 2011 für 2015 ein Ebitda in der Bandbreite von 12,5 bis 13,0 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Die Eon-Aktie, die mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 16,55 Euro aus dem Xetra-Handel gegangen war, gab nach der Unternehmensmitteilung im Frankfurter Späthandel um 0,8 Prozent auf 16,38 Euro nach.

Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigte der Konzern. So erwartet Eon für 2012 weiterhin ein Betriebsergebnis (Ebitda) in einer Bandbreite von 10,4 bis 11 Milliarden Euro sowie einen nachhaltigen Konzernüberschuss zwischen 4,1 und 4,5 Milliarden Euro. Auch strebe das Unternehmen weiterhin an, für das Jahr 2012 eine Dividende von 1,10 Euro pro Aktie zu zahlen.

Eon will am Dienstag seine Geschäftszahlen vorlegen. Nach Einschätzung von Analysten hat das Unternehmen seinen Gewinn in den ersten neun Monaten gesteigert. Von Reuters befragte Experten erwarten im Durchschnitt beim Ebitda rund 8,5 Milliarden Euro – das wäre ein Plus von 29,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 2011 hatte Eon mit einem Nettoverlust von 2,2 Milliarden Euro erstmals in seiner Unternehmensgeschichte rote Zahlen geschrieben.

Eon-Chef Johannes Teyssen treibt einen rigiden Sparkurs voran, dem bis zu 11.000 Arbeitsplätze zum Opfer fallen. Zudem hat er zahlreiche Beteiligungen verkauft.

 
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • kaufkurs war anfang juni bei 14,raus bin ich 2 monate später Gottseidank.scheiss auf jahresdividende woran der staat verdient,ich zock damit und gut is.4€ auf 2 Monate als den einen € pro jahr,der noch gekürtzt wird.vertrauen is halt weg,das is das schlimmste am kapitalarkt.versprochen 1,5€,nicht gehalten,2013,wird auch gebrochen....anlegen tu ich auf verbúnd,traden eon.achja,nach eon verkauf bin ich auf verbund umgestiegen....das gewinnen geht weiter,nur nicht it potentiellen verlierern

  • Also, wenn die Kaufkurse von Dezember 2011 wieder erreicht sind, kaufe ich sofort nach. Endlich ein Versorger, der wirklich Ernst macht und den Atomsch... [rott|eiss] aus dem Programm nimmt. Das muss man einfach honorieren.

    @eons: Sie können Ihr Geld ja rausziehen bei Unzufriedenheit und eine andere Dividendenkuh suchen.

  • E.on hat keine Substanz.Management ist völlig überfordert.Bernotats inkompetenz hat den Laden zerstört.7Mrd.auf seine Spanien,Italien,Frankreich Beteiligung sind schon abgeschrieben.wer haftet?Madoff bekam für Veruntreung paar mal lebenslang.30 Mrd.Börsenwert,Eigenkapital?hmmm.Schulden 50Mrd.Das ding kommt niemals wieder hoch.wertlos,substanzlos.Kursziel 0

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