Petrochemieprojekt geplatzt
Linde kommt im Iran nicht zum Zug

Bei einem geplanten großen Petrochemie-Projekt im Iran bleibt der Wiesbadener Industriegasespezialist Linde nun doch außen vor.

HB FRANKFURT. Der Iran habe einen entsprechenden Großauftrag für Linde storniert, sagte ein Konzernsprecher am Montag und bestätigte eine Mitteilung des iranischen Ölministeriums. Linde entstehe dadurch kein finanzieller Schaden. Bereits getätigte Vorleistungen seien bezahlt worden. Der Auftragswert für den Konzern, der am Bau eines Petrochemiekomplexes am Persischen Golf beteiligt werden sollte, betrug nach früheren Firmenangaben 400 Mill. Euro.

Das iranische Ölministerium hatte auf seiner Internetseite angekündigt, einen rund eine Milliarde Euro schweren Petrochemieauftrag an ein ausländisches Konsortium platzen zu lassen. An dem Auftrag sollte auch die südkoreanische Hyundai Engineering & Construction beteiligt werden. Der Managing Director der National Iranian Petrochemical Company, Asghar Ebrahimi Asl, begründete die Stornierung damit, dass sich mit einheimischen Vertragsnehmern Einsparungen von 260 Mill. Euro erzielen ließen.

Der geplante Petrochemiekomplex soll in Bandar Assaluyeh am Persischen Golf entstehen. Linde sollte maßgeblich am Bau zweier großer Ethylenanlagen mit einer einer Kapazität von je 1,2 Mill. Tonnen im Jahr beteiligt werden. Die Wiesbadener sollten Lizenzgeber für das Verfahren zur Ethylenherstellung werden.

Die Linde-Aktie lag Montagvormittag 0,65 Prozent im Minus bei 69 Euro.

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