Petronas investiert verstärkt in die Förderung im Ausland Südostasiens Ölindustrie steht am Wendepunkt

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Das 700 Mill. Dollar-Projekt verspricht eine alternative Nachschubroute zur Malakka-Straße. Durch sie wird der Großteil des nach Asien gelieferten Öls geschifft. Sicherheitsexperten warnen vor Terroranschlägen auf diese hochsensible Schlagader des Weltseeverkehrs. Aus diesem Grund erwägt Chinas Staatsrat auch den Bau einer 1200 Kilometer langen Pipeline durch Burma in die südliche Provinz Yunnan. Sie soll zwei Mrd. Dollar kosten.

Thaksin verfolgt ein zweites ambitioniertes Energieprojekt: Er will sein Land zu einem regionalen Zentrum für Ölhandel und Raffinerien ausbauen. Eine Schlüsselrolle fällt der gewinnstarken PTT zu, Thailands größtem Energiekonzern. Prasert Bunsumpun, Präsident des Staatsunternehmens, will in zehn Jahren zu Petronas aufschließen.

Ein trauriges Bild in Südostasiens Energiewirtschaft gibt Indonesien ab. Das Land ist das einzige Opec-Mitglied der Region, ist aber seit dem ersten Quartal dieses Jahres Nettoimporteur von Rohöl. Schlüsselfigur ist der Staatskonzern Pertamina – das Symbol für die indonesische Misere: die Zersetzung durch Korruption und Missmanagement. Widya Ournama, seit Mitte August neuer Pertamina-Chef, will das ändern und den Konzern auch im Ölgeschäft voranbringen. Denn die Konkurrenz wächst selbst auf dem Heimatmarkt. Westliche Ölkonzerne fahren zwar ihre Investitionen zurück, dafür dringen chinesische Staatskonzerne vor: Petro China und China National Offshore Oil Corp. fördern schon zwölf Prozent des indonesischen Öls.

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