Peugeot
Autobauer setzt stärker auf digitale Technik

Nach einem Sparprogramm schmiedet Peugeot neue Pläne: In Lateinamerika und dem Nahen Osten will der Autobauer wachsen, in Indien und Südost-Asien neue Werke eröffnen. Und in Nordamerika ein Car-Sharing-Modell einführen.

ParisNach der Rückkehr in die schwarzen Zahlen hat der französische Autobauer PSA sich neue Wachstumsziele gesetzt. Bis 2018 soll der Umsatz mithilfe neuer Modelle um zehn Prozent wachsen, wie PSA-Chef Carlos Tavares am Dienstag bekanntgab. Bis 2021 soll der Umsatz dann um weitere 15 Prozent zulegen.

Unter den geplanten 34 neuen Modellen sind vier Elektroautos und sieben Hybrid-Modelle. Außerdem will PSA – mit den Marken Peugeot, Citroën und DS – stärker auf digitale Technik setzen. „Dieser Plan wird ein rentables Wachstum in allen Regionen sichern, in denen der Konzern vertreten ist“, teilte der Autobauer mit. Das Unternehmen ändert auch seinen Namen: Aus PSA Peugeot Citroën wird Groupe PSA.

Außerdem will Peugeot den Umsatz in den kommenden Jahren mit einer weiteren Auslandsexpansion kräftig ankurbeln. Wachsen wollen die Franzosen etwa in Lateinamerika und dem Nahen Osten. Produktionsstätten sollen in Indien und Südost-Asien dazukommen. Im kommenden Jahr streckt der größte französische Autobauer auch die Fühler nach Nordamerika aus und plant dort die Einführung eines Car-Sharing-Modells.

Die Kosten will Tavares, der den Konzern 2015 nach schwierigen Jahren wieder in die Gewinnzone gelenkt hat, aber weiter im Blick halten. Allerdings werde die operative Marge in den nächsten drei Jahren nur noch bei vier Prozent liegen und voraussichtlich erst 2021 auf sechs Prozent steigen.

Nach drei verlustreichen Jahren und einer harten Sanierung mit Jobabbau hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr erstmals wieder Gewinn gemacht – früher als erwartet – und die Umsatzrendite auf fünf Prozent gesteigert. Nach einem Verlust stand unter dem Strich wieder ein Nettogewinn von 1,2 Milliarden Euro in den Büchern. Der Umsatz war im vergangenen Jahr um 6 Prozent auf 54,7 Milliarden Euro geklettert.

Investoren bewerteten die Wachstumspläne aber skeptisch. Peugeot-Aktien waren mit einem Minus von bis zu 7,6 Prozent auf 13,55 Euro der größte Verlierer im europäischen Branchenindex.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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