Peugeot Citroën: Autobauer plant Stellenabbau in Frankreich

Peugeot Citroën
Autobauer plant Stellenabbau in Frankreich

Peugeot-Citroën reagiert offenbar mit Stellenabbau auf rückläufige Absatzzahlen. Obwohl das Unternehmen im ersten Halbjahr 2016 so gut verdiente wie nie zuvor, sollen in Frankreich bis zu 2000 Jobs gestrichen werden.

ParisDer Autobauer Peugeot Citroën will einem Bericht zufolge im kommenden Jahr mehr als 2000 Arbeitsplätze in Frankreich abbauen. Dazu sollten Mitarbeiter in den vorzeitigen Ruhestand geschickt werden, zudem solle es freiwillige Abfindungsangebote geben, berichtete der Sender „France Info“ am Montag unter Berufung auf interne Dokumente.

Darin betone das Management, dass Peugeot angesichts des Brexit und der rückläufigen Absatzzahlen bei Dieselfahrzeugen „vorsichtig“ bleiben müsse. Das Unternehmen war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Ende 2015 waren bei Peugeot in Frankreich gut 78.000 Menschen beschäftigt.

Seit Anfang 2013 seien 17.000 Arbeitsplätze weggefallen, hieß es in dem Bericht weiter. Peugeot hat derzeit unter einem schwächelnden Heimatmarkt zu leiden. Zudem hob das Unternehmen in Großbritannien zuletzt die Preise an, um den Kursverfall des britischen Pfunds zu kompensieren.

2014 war Peugeot beinahe kollabiert und musste mit Staatshilfen gerettet werden. Seitdem versuchen die Franzosen, ihre Abhängigkeit vom europäischen Markt zu verringern. Die Sanierung trägt Früchte: Im ersten Halbjahr verdiente das Unternehmen so gut wie nie zuvor.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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