Peugeot Citroën Opel-Mutter wagt sich zurück auf den US-Markt

Der Opel-Mutterkonzern PSA riskiert den Sprung zurück auf den US-Markt: Obwohl dort seit 25 Jahren keine Autos der Franzosen mehr verkauft werden, startet die Opel-Mutter in Seattle einen Carsharing-Dienst.
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Der Chef der Opel-Mutter PSA will mit einem Car-Sharing-Dienst zurück in den US-Markt finden. Quelle: Reuters
Carlos Tavares

Der Chef der Opel-Mutter PSA will mit einem Car-Sharing-Dienst zurück in den US-Markt finden.

(Foto: Reuters)

ParisDie Opel-Mutter Peugeot Citroën (PSA) geht mit seiner Mobilitätslösung „Free2Move“ nach Seattle an die US-Westküste. Die Franzosen begründen ihre Entscheidung damit, dass Seattle sich besonders für ein effizientes urbanes Verkehrssystem einsetze. „Der Launch von Free2Move in den Vereinigten Staaten bietet uns daher eine einzigartige Möglichkeit, auf die Bedürfnisse der Verbraucher einzugehen, und darüber hinaus eine flexible Plattform für die Einführung zukünftiger Produkte zu etablieren“, sagt Larry Dominique, PSA-Nordamerika-Chef.

Free2Move bietet die Möglichkeit, vom Handy aus verschiedene Angebote von Carsharing-Unternehmen zu nutzen oder auch ein Fahrrad zu mieten. Darunter sind auch Anbieter, die nicht PSA gehören. Die Dienstleistung ist für den Konzern der erste Schritt zurück auf den Kontinent, auf dem er seit 25 Jahren nicht mehr vertreten ist.

Bei der Mobilitätsdienstleistung soll es allerdings nicht bleiben. PSA hat schon vor einem Jahr bekannt gegeben, dass eine schrittweise Rückkehr nach Nordamerika geplant sei. PSA-Chef Carlos Tavares sagte bei der Vorstellung seines Plans „Push to pass“, dass Carsharing nur der Anfang sei. Später will man auch wieder Autos verkaufen und dann, in einem weiteren Schritt, „auf der Grundlage von lokalen Zulieferungen auch dort herstellen“.

Diese Konzerne bauen die meisten Autos
Platz 10: Suzuki – weltweiter Absatz: 2,37 Millionen Autos
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Die Japaner sind vor allem auf dem indischen Markt stark vertreten. Mit einem Absatzplus von elf Prozent haben sie stärker zugelegt als die meisten Konkurrenten.

Quelle: EY, Stand: Januar bis Oktober 2017

Platz 9: PSA – weltweiter Absatz: 2,42 Millionen Autos
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Neben den drei Konzernmarken Peugeot, Citroën und DS ist seit wenigen Wochen auch Opel unter dem Dach der Franzosen. Global erreicht PSA dank des Zukaufs nun ein Plus von neun Prozent.

Platz 8: FCA (Fiat-Chrysler) – weltweiter Absatz: 3,49 Millionen Autos
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Das italienisch-amerikanische Duo (im Bild Arbeiter in Argentinien mit Staatspräsident Macri) hat mit der SUV-Marke Jeep und Maserati echte Perlen im Programm. Doch in wesentlichen Wachstumsmärkten ist der Konzern noch zu schwach aufgestellt. Durch die schwächelnden Verkäufe in den USA stagniert der globale Absatz.

Platz 7: Honda – weltweiter Absatz: 3,84 Millionen Autos
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Die Japaner sind vor allem im Heimatmarkt und in den USA erfolgreich. Mit einem globalen Plus von fünf Prozent beim Absatz waren sie in den ersten neun Monaten gut unterwegs.

Platz 6: Ford – weltweiter Absatz: 4,86 Millionen Autos
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Die Aktie schwächelte und auch der Absatz litt zuletzt – vor allem durch die schwierige Lage in den USA. Ford hat mit dem F-150 zwar einen absoluten Bestseller in der Modellpalette. Doch zuletzt gingen die globalen Verkäufe um zwei Prozent zurück.

Platz 5: Hyundai-Kia – Weltweiter Absatz: 5,36 Millionen Autos
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Die jahrelang erfolgsverwöhnten Koreaner haben miserable neun Monate hinter sich. Der Absatz bei Kia ist um sechs Prozent eingebrochen, bei Hyundai sogar um acht Prozent. Den Kampf um die Weltspitze müssen die beiden Schwestermarken vorerst zurückstellen.

Platz 4: General Motors – weltweiter Absatz: 7 Millionen Autos
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Die Amerikaner rund um CEO Mary Barra haben den Dreikampf um die Weltspitze lange verlassen. Aus Europa zieht sich der Konzern mit dem Verkauf von Opel zurück. Künftig gilt die Devise „Gewinn statt Volumen“. Der Absatz in den ersten neun Monaten sank um zwei Prozent.

PSA hatte im Sommer den Abschluss des Vertrags mit General Motors über den Kauf von Opel abgeschlossen. Eine Weile wurde vermutet, GM würde sich ausbedingen, dass PSA nicht den US-Markt beliefert, zumindest nicht mit Opel-Modellen.

Doch diese Zurückhaltung legen sich die Franzosen nicht auf, wobei sie bislang offenlassen, wann der Verkauf von Autos starten soll und welche Marken und Modelle vorgesehen sind.

Den ebenfalls soeben bekannt gewordenen Rückzug des eigenen E-Mobil-Angebots aus Berlin spielte PSA herunter. Die Carsharing-Aktivität sei nur als Lernphase geplant gewesen, man habe Erfahrungen sammeln wollen. Sehr positiv waren die Erfahrungen offenbar nicht, sonst würde man die knapp 300 Stromer nicht abziehen. Mit Free2Move bleibt PSA aber auf dem deutschen Markt. 

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