Peugeot will Absatz steigern
2006 soll es der 207 bringen

Mit dem neuen Kleinwagen 207 will der französische Autohersteller Peugeot in diesem Jahr wieder aus der Absatzkrise fahren. Das Nachfolge-Modell des Klassikers 206 kommt im Mai auf den deutschen Markt.

HB FRANKFURT. „2006 wollen wir insgesamt 140 000 Fahrzeuge verkaufen“, sagte Peugeot-Deutschlandchef Olivier Veyrier am Donnerstag in Frankfurt. Zu dem Plus von rund 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr solle vor allem der 207 beitragen. „Er ist für uns die mit Abstand bedeutendste Neueinführung der letzten Jahre“, sagte er. Das Vorgängermodell 206 will Europas zweitgrößter Autobauer zudem bis 2010 weiter herstellen. Damit verfügt Peugeot über insgesamt vier verschiedene Kleinwagen-Modelle auf dem deutschen Markt.

Das Wachstum 2006 soll nach Peugeot-Angaben auch von den Diesel-Pkw getragen werden. In den vergangenen sechs Jahren hat der Autobauer den Anteil seiner Dieselfahrzeuge nahezu verdoppelt. 38 Prozent aller in Deutschland verkauften Fahrzeuge waren 2005 mit einem Dieselmotor ausgestattet. Peugeot baut bereits seit 2000 den Rußpartikelfilter serienmäßig in einen Teil seiner Autos ein. „Peugeot profitiert von der Diskussion um den Partikelfilter“, sagte Veyrier.

Insgesamt seien im vergangen Jahr auf den deutschen Straßen mit 118 038 Stück weniger Peugeot-Pkw zugelassen worden als 2004 (121 914 Fahrzeuge), sagte Veyrier. Der Umsatz sei dagegen um knapp ein Prozent auf 1,9 Mrd. Euro gestiegen. Veyrier machte dafür unter anderem den Mittelklassewagen 407 verantwortlich, der sich im Vergleich zu seinem Vorgänger 406 trotz eines höheren Stückpreises deutlich besser verkauft habe.

Peugeot-Absatz geht in Deutschland zurück

Seit mehreren Jahren geht der Peugeot-Absatz im viertwichtigsten Markt Deutschland zurück. 2005 betrug der Anteil 3,5 Prozent nach 3,7 Prozent im Vorjahr und 3,8 Prozent in 2003. Als Grund für die sinkenden Verkaufszahlen nannte Veyrier ein Minus im Vermietgeschäft. „Wir haben bewusst auf unrentable Geschäfte mit internationalen Vermietern verzichtet und einen deutlichen Rückgang bei den Grauimporten verzeichnet.“ Das Minus im Privatkundenmarkt, in dem Peugeot traditionell stark ist, habe den Hersteller ebenfalls Einheiten gekostet. Auch einige neue Modelle hätten enttäuscht, wie der mit automatischen Schiebetüren ausgestattete Peugeot 1007.

Trotz des starken Wettbewerbsdrucks steigerte Peugeot 2005 im siebten Jahr in Folge seinen Umsatz auf einen neuen Rekordwert - wenn auch nur leicht um ein Prozent auf knapp 1,91 Mrd. Euro. Zum Ergebnis machte Peugeot keine Angaben. „Peugeot Deutschland ist äußert rentabel“, sagte Veyrier. Von der Diskussion um Diesel- Partikelfilter profitierte der Autobauer, der als einer der Vorreiter bei der emissionsarmen Diesel-Technologie gilt. Peugeot verkaufte gegen den Markttrend knapp 5500 mehr Diesel-Autos in Deutschland.

Nach Angaben des Mutterkonzern Peugeot-Citroen (PSA) wird der neue 207 rund 12 000 Euro kosten. Im Nutzfahrzeugbereich will Peugeot mit Rückenwind des neuen Boxer, der im Juni startet, rund 5000 Einheiten auf dem deutschen Markt verkaufen. 2005 ging der Absatz bei den Kleintransportern von 4450 auf 4166 zurück.

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