Pfizer-Manager
Bayer findet neuen Chef für Gesundheitssparte

Bayer Healthcare bekommt einen neuen Chef: Olivier Brandicourt wechselt von der bisherigen US-Konkurrenz zum rheinländischen Chemieriesen. Die Pharma-Sparte wächst derzeit sehr stark.
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DüsseldorfDer Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat für seine wichtige Gesundheitssparte einen neuen Chef bei der US-Konkurrenz gefunden. Zum 1. November übernehme der bisherige Pfizer-Manager Olivier Brandicourt den Vorstandsvorsitz bei Bayer Healthcare, teilten die Leverkusener am Montag mit. Ihm obliegt nun unter anderem die Aufgabe, eine Reihe von erfolgsversprechenden Medikamenten zur Marktreife zu führen oder ihnen zu mehr Umsatz zu verhelfen. Die Sparte, die Produkte für Mensch und Tier herstellt, ist mit einem Anteil von über 40 Prozent größter Umatzbringer im Konzern. Seit März wird die Sparte kommissarisch von Bayer-Vorstand Wolfgang Plischke geleitet, nachdem der frühere Chef Jörg Reinhardt zum Schweizer Konkurrenten Novartis gewechselt war.

Der 57-jährige Brandicourt verfügt nach Bayer-Angaben über eine 25-jährige internationale Erfahrung in der Pharmazeutischen Industrie mit Leitungsfunktionen in Frankreich, den USA, Kanada und Großbritannien. Zuletzt war Brandicourt, der einen Abschluss in Medizin mit Ausrichtung auf Infektions- und Tropenkrankheiten hat, bei Pfizer im Vorstand für die Wachstumsmärkte und etablierte Produkte zuständig. "Ich bin überzeugt, dass er wesentliche Beiträge zum weiteren Wachstum unseres HealthCare-Geschäfts leisten wird", erklärte Bayer-Chef Marijn Dekkers.

Die Gesundheitssparte entwickelt sich derzeit stark. Daran haben die neuen Pharma-Produkte einen großen Anteil. Bayer konzentriert sich in diesem Jahr auf die Entwicklung und Vermarktung von fünf Medikamenten, denen die Leverkusener zusammen einen jährlichen Spitzenumsatz von über 5,5 Milliarden Euro zutrauen. Wichtigstes Präparat ist das Thrombose-Mittel Xarelto, das vor allem Schlaganfälle verhindern soll. Hinzu kommen das Augenmittel Eylea, die Krebsarzneien Stivarga und Xofigo sowie Riociguat zur Behandlung von Lungenhochdruck. Mit neuen Arzneien will Bayer in diesem Jahr 1,4 Milliarden Euro erlösen.

Für ein weiteres Krebsmedikament beantragte Bayer zudem die Zulassung für den japanischen Markt. Der Konzern will dort Nexavar (Sorafenib) zur Behandlung von Patienten mit Schilddrüsenkrebs einsetzen. Nexavar ist bereits zur Behandlung von Nieren- sowie Leberkrebs in vielen Ländern auf dem Markt. Im vergangenen Jahr brachte das Präparat 792 Millionen Euro Umsatz.

Die Anleger reagierten positiv auf die Nachrichten. Die im Dax notierte Aktie legte am Vormittag in einem fallenden Markt leicht um 0,1 Prozent zu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • http://healthcare.bayer.de/scripts/pages/de/unternehmen/unternehmensprofil/executive_committee/uebersicht/index.php

  • hätte mal eine Frage an Kenner des Konzerns: wo steht denn eigentlich Andreas Fibig ins Organigramm?

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