Pfizer

US-Pharmariese begräbt Pläne zur Aufspaltung

Jahrelang hatte Pfizer über die Aufspaltung des Konzerns nachgedacht, nun hat sich der US-Pharmariese dagegen entschieden. Mit der jetzigen Struktur würden sich für das Unternehmen noch viele Vorteile erzielen lassen.
Der Pharmariese hat sich vorerst gegen die eigene Aufspaltung entschieden. Quelle: dpa
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Der Pharmariese hat sich vorerst gegen die eigene Aufspaltung entschieden.

(Foto: dpa)

New YorkDer US-Pharmakonzern Pfizer hat Gedankenspiele zur eigenen Aufspaltung vorerst ad acta gelegt. Derzeit wolle man die zwei Sparten für patentgeschützte sowie nicht mehr exklusive Medikamente nicht trennen und verselbstständigen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die beiden Einheiten würden weiterhin separat gemanagt unter einem Dach laufen. Das sei die aktuell beste Struktur für das Unternehmen, sagte Konzernchef Ian Read.

Der Viagra-Hersteller Pfizer hatte im April angekündigt, sich in dieser Frage spätestens Ende dieses Jahres entscheiden zu wollen. Schon 2013 hatte Pfizer angekündigt, die Aufspaltung zu prüfen. Analysten hatten dem Konzern geraten, sich auf das profitable Geschäft mit patentgeschützten Mitteln zu konzentrieren.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

Der Unterschied zwischen dem Börsenwert und der Summe zweier getrennter Unternehmensteile sei über die Zeit verschwunden, erläuterte Finanzchef Frank D'Amelio. Voraussichtlich könnten keine zusätzlichen Steuerersparnisse erzielt werden, die Kosten für eine Aufteilung des Konzerns würden überwiegen.

  • dpa
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