Pfizer vor Allergan-Übernahme?
Das 333-Milliarden-Dollar-Ding

Viagra verbündet sich mit Botox: Das US-Pharmaunternehmen Pfizer prüft den Kauf von Allergan. Es wäre die größte Übernahme in der Branche überhaupt. Warum der Konzern mit Milliarden um sich schmeißt.
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DüsseldorfPfizer mag es gerne im großen Stil. Wenn man auf die größten Übernahmen in der Geschichte der Pharmaindustrie blickt, spielt der globale Marktführer stets eine gewichtige Rolle. Zur Jahrtausendwende legte Pfizer 93 Milliarden Dollar für Konkurrent Warner-Lambert auf den Tisch. Zwei Jahre später kam die schwedische Pharmacia für 65 Milliarden Dollar unter das Dach der Amerikaner. 2009 gab Pfizer ebenfalls rund 65 Milliarden Dollar für den Arzneihersteller Wyeth aus.

Doch was Pfizer nun im Auge hat, würde alle bisherigen Übernahmen in dem Sektor in den Schatten stellen: Nach Informationen des „Wall Street Journal“ verhandelt der Konzern mit dem Management des Konkurrenten Allergan über eine Übernahme. In dem Bericht werden keine Details zu einem möglichen Kaufpreis genannt. Allergan und Pfizer bestätigten am Donnerstagnachmittag die Verhandlungen.

Kombiniert man die derzeitige Marktkapitalisierung der beiden Firmen, so würde ein Unternehmen mit einem Wert rund 333 Milliarden Dollar entstehen. Allergan kommt auf etwa 119 Milliarden Dollar. Geht man davon aus, dass der Käufer bereit ist, einen Premiumaufschlag von mindestens 30 Prozent auf den Kurs zu zahlen, käme das Volumen der Übernahme an die Marke von 150 Milliarden Dollar.

Pfizer würde damit seiner Devise treu bleiben, das Produktportfolio alle paar Jahre mit einem Großzukauf aufzupeppen. Eine Schwäche in der eigenen Forschung, gepaart mit dem Patentauslauf bisheriger Umsatzbringer wie dem Potenzmittel Viagra – diese Kombination war stets das Hauptmotiv für die Amerikaner, sich in das nächste milliardenschwere Abenteuer zu stürzen.

Das dürfte auch bei dem Allergan-Plan eine Rolle spielen. Das Unternehmen ist ein typisches Produkt des Fusionsgeschehens in der Pharmaindustrie in den vergangenen Jahren. Allergan aus Kalifornien wurde erst im Frühjahr 2015 von dem irischen Pharmakonzern Actavis übernommen und wurde Namensgeber für das kombinierte Unternehmen.

Besonders bekannt ist Allergan für das Schönheitsmittel Botox, das zur Glättung von Hautfalten eingesetzt wird. Umsatztreiber im Portfolio sind aber auch Mittel gegen Augenerkrankungen wie Grüner Star und Lidkrämpfe. Dazu kommen Präparate zur Behandlung neurologischer Erkrankungen und gegen krankhaftes Übergewicht. Doch die Attraktivität der Produkte und der Forschungspipeline eines Konkurrenten dürfte diesmal nicht das Hauptmotiv für eine weitere Mega-Übernahme sein.

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Der wahre Grund für den Milliarden-Deal

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  • Tja, was sagt man denn dazu.
    Spannend, Botox und Viagra!!!!!!! Demnächst vielleicht auch als Kombipackung. Wobei, wenn Viagra an der gewünschten Stelle wirkt und die Schwellkörper also mal auf Höchstleistung getrimmt werden, werden dann nicht wegen der Spannung an anderen Stellen die Falten aus dem Gesicht gezogen?
    Dann doch eher der Ansatz, an den Kunden, der regelmäßig Viagra einwirft, lässt sich auch bestimmt Botox vermarkten. Der typische Viagra-Konsument hat halt nicht nur Falten im Skrotum, so verstehe ich das.

  • Vielleicht sollten wir das übertreffen: Der Staat freut sich ab dem 3. Kind, wenn er mehr zahlen darf. Ob diese Länder deren Völker zur Zeit nach Berlin wollen diese blaue Pillen haben? Bei dieser gigantischen Geburtenrate könnte ja was dran sein.
    Pfizer würde das Gechäft bestimmt nicht ablehnen,

    Fertilitätsrate, Geburten pro Frau: Für diesen Indikator, Die Weltbank bietet Daten für Syrien von 1960 bis 2013. Der durchschnittliche Wert für Syrien in diesem Zeitraum lag bei 5.68 Geburten pro Frau mit einem Minimum von 2.96 Geburten pro Frau im 2013 und einem Maximum von 7.57 Geburten pro Frau im 1970.

    Pfizer & Co. als Fertilitätsratenbeschleuniger!

  • Grau ist alle Theorie, wie wäre es mit einem Praxis-Test ?

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