Pfleiderer gibt Technologie für Bahninfrastruktur auf
Vossloh baut künftig auch Betonschwellen

Der Verkehrstechnik-Konzern Vossloh AG bleibt auf Einkaufstour. Nach dem Erwerb eines Alstom-Werks in Valencia in Spanien übernimmt der im M-Dax notierte Mittelständler jetzt die Bahninfrastruktur-Aktivitäten der Pfleiderer-Gruppe. Das teilten beide Unternehmen am Dienstag Nachmittag mit. Vossloh-Chef Burkhard Schuchmann erklärte dazu, Vossloh wolle auch nach dieser Akquisition weiter durch Zukäufe wachsen.

ek DÜSSELDORF. Der Kauf der Pfleiderer-Sparte Track Systems sei „letztlich nicht das Ende der Expansion“, sagte der Vossloh-Chef dem Handelsblatt. Allerdings seien „keine Riesenakquisitionen“ geplant, der Konzern bleibe in den Nischen des Bahnmarktes. Beide Unternehmen hatten schon letzte Woche berichtet, dass Vossloh die Betonschwellen-Produktion von Pfleiderer übernehmen wolle. Die Vertragsverhandlungen wurden nun schneller als erwartet abgeschlossen. Der Kaufpreis wurde offiziell nicht genannt, jedoch bestätigte ein Pfleiderer-Sprecher eine Analysten-Aussage, dass aus dem Verkauf ein Buchgewinn von 45 bis 50 Mill. Euro erzielt werde.

Die Sparte Schwellenbau gilt als Technologieführer beim Bau schotterloser „Fester Fahrbahnen“ aus Beton für Hochleistungsbahnen wie etwa die ICE-Linie Köln - Frankfurt. Der Bereich erzielte im vergangenen Jahr mit 850 Mitarbeitern an sieben Standorten knapp 140 Mill. Euro Umsatz.

Für Pfleiderer, in diesem Jahr Überflieger im M-Dax, bedeutet die Trennung von diesem Geschäft den Abschluss des strategischen Umbaus, sagte Pfleiderer-Vorstandssprecher Hans H. Overdiek am Dienstag anlässlich der Präsentation der Halbjahreszahlen. Der Konzern will sich international auf den Ausbau der Sparte Holzwerkstoffe konzentrieren. Kürzlich hatte das Unternehmen mit Sitz in Neumarkt/Oberpfalz die württembergische Kunz-Gruppe übernommen und ist so in den Markt für Laminat-Fußböden eingestiegen.

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