Pflichtangebot
Salzgitter will Aktionäre der Köckner-Werke abfinden

Der Stahl- und Röhrenhersteller Salzgitter hat den verbliebenen Aktionären der Klöckner-Werke ein Pflichtangebot zum Erwerb ihrer Aktien gemacht.

dpa-afx SALZGITTER. Die Tochter Salzgitter Mannesmann Gmbh zahle 15 Euro je Aktie in bar, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Mittwochabend in Salzgitter mit. Die Papiere der Klöckner-Werke waren am Mittwoch mit einem Plus von 12,52 Prozent bei 16,90 Euro aus dem Handel gegangen.

Anfang März hatte Salzgitter 78 Prozent an Klöckner von der insolventen Beteiligungsgesellschaft WCM übernommen. Zum Kaufpreis hatte Salzgitter keine Angaben gemacht. Das Aktienpaket war zuvor an die HSH Nordbank verpfändet worden, nachdem WCM einen 200-Millionen-Kredit nicht hatte zurückzahlen können.

Ein Sprecher von Salzgitter sagte auf Anfrage, es handele sich um das übliche Pflichtangebot an die ausstehenden Aktionäre. Es bleibe bei der früheren Aussage, dass sich Salzgitter auch mit dem bestehenden Anteil von 78 Prozent zufrieden gebe. Ausgehend vom Angebotspreis in Höhe von 15 Euro läge der Preis für die übrigen, in Streubesitz befindlichen Klöckner-Aktien bei gut 150 Mill. Euro. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens lag zuletzt bei rund 774 Mill. Euro.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Klöckner-Werke liegt bei der KHS AG, die weltweit Abfüll- und Verpackungsanlagen produziert. Weitere Aktivitäten liegen im Bereich Maschinenbau sowie Roboter- und Automatisierungstechnik. Im Geschäftsjahr 2006 wurde mit weltweit über 5 000 Mitarbeitern ein Umsatz von mehr als 870 Mill. Euro erzielt.

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