Pharma-Branche
AstraZeneca überrascht mit neuem Chef und guten Zahlen

Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca hat die Spekulationen um die anstehende Nachfolge für den Chefposten beendet. Der bisherige Leiter des US-Geschäfts, David Brennan, wurde zum neuen Konzernchef ernannt. Zugleich wurden die Geschäftsziele für dieses Jahr angehoben.

HB LONDON. AstraZeneca kann auf ein starkes zweites Quartal zurückblicken. Der Konzern legte am Donnerstag überraschend positive Zahlen vor. Der Gewinn je Aktie stieg um 55 Prozent auf 75 Cent je Aktie. Analysten hatten lediglich 59 Cent je Anteilsschein erwartet.

Zugleich gab AstraZeneca bekannt, der bisherige Leiter des US-Geschäfts, David Brennan, werde im Januar 2006 die Führung des Konzerns übernehmen. Der bisherige Konzernchef Tom McKillop geht im Januar in den Ruhestand.

Scharfe Kosteneinsparungen und positive Umsatzzahlen bei Medikamenten gegen Schizophrenie Magenmitteln stehen hinter der Gewinnentwicklung. Für das Gesamtjahr erwartet AstraZeneca nun einen Gewinn je Aktie von mehr als 2,75 Dollar je Aktie. Bislang wurden nur 2,35 bis 2,50 Dollar in Aussicht gestellt. Auch für die Jahre 2006 und 2007 stellte der Pharmakonzern weitere Ergebniszuwächse in Aussicht.

AstraZeneca erwirtschaftete im zweiten Quartal einen Vorsteuergewinn von 1,75 Milliarden Dollar nach einer Milliarde Dollar vor Jahresfrist. Analysten hatten lediglich 1,38 Milliarden Dollar erwartet. Auch der Umsatz übertraf mit 6,13 Milliarden Dollar die durchschnittlichen Analystenprognosen von 5,74 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren 5,29 Milliarden Dollar erwirtschaftet.

Der Wechsel an der Konzernspitze des Arzneimittelherstellers kommt nicht ganz unerwartet. McKillop sollte zunächst erst im März, als er 62 wurde, in den Ruhestand gehen. Im vergangenen Jahr stimmte er jedoch einer etwas längeren Amtszeit zu, um dem neuen Chairman Louis Schweitzer Zeit zu geben, sich in seine Aufgaben einzuarbeiten. Unter McKillop stieg das Unternehmen zu den Großen der Pharmabranche auf, nachdem 1999 die britische Zeneca mit der schwedische Astra zur heutigen AstraZeneca fusioniert war.

Der 51-jährige US-Bürger Brennan galt stets als der aussichtsreichste Kandidat für die Nachfolge auf dem obersten Management-Posten. Er übernimmt das Ruder zu einer Zeit, in der die Gewinne stark wachsen. Investoren sind aber angesichts eines nur spärlichen Nachschubs an Medikamenten aus der späten Entwicklungsphase etwas besorgt.

Auf einer Telefonkonferenz erklärte Brennan, er sei zuversichtlich, dass der Konzern seine operativen Gewinnmargen auch nach Erreichen des langfristigen Ziels von 27 Prozent weiter verbessern könne. Bis Ende 2005 wollte der Konzern diese Zielmarke erreichen.

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