Pharma-Branche
Gründerfamilien behalten Kontrolle über Roche

Die zum Teil nun schon in die fünfte Generation reichenden Nachkommen des Firmengründers Fritz Hoffmann-La Roche verlängerten den seit Jahrzehnten bestehenden und Ende 2009 auslaufenden Aktionärbindungsvertrag auf unbeschränkte Zeit.

HB ZÜRICH. Der Schweizer Pharmakonzern Roche bleibt unter der Kontrolle der Gründerfamilien. "Die Familien Hoffmann und Oeri unterstreichen damit ihren gemeinsamen Willen, die Eigenständigkeit und Unabhängigkeit des Unternehmens langfristig weiter zu erhalten", hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung der Familien.

Der Familienpool hält den Angaben zufolge unverändert 50,0125 Prozent der Inhaberaktien und kann damit eine Übernahme des Konzerns verhindern. Zweitgrößter Aktionär ist mit knapp einem Drittel der ebenfalls in Basel sitzende Konkurrent Novartis.

An der Börse werden vor allem die Roche-Genussscheine gehandelt, die allerdings kein Stimmrecht aufweisen, aber den größten Teil der Roche-Börsenkapitalisierung ausmachen.

Die knappe Stimmen-Mehrheit der Familienaktionäre macht große Aktienkapitalerhöhungen schwierig, da die Familien die Hälfte davon aufbringen müssten, wenn sie ihre Mehrheit behalten wollen.

Derzeit versucht Roche, seine 56-Prozent-Beteiligung an dem US- Biotechnologiekonzern Genentech auf 100 Prozent zu erhöhen und muss dafür 44 Milliarden Dollar aufwenden. Dafür greift der Konzern auf eigene Mitteln sowie Bankfinanzierungen und Anleihen zurück.

Dass Roche danach eine Übernahme wie etwa die von Wyeth durch Pfizer stemmen könnte, ist nach Ansicht von Analysten unwahrscheinlich.

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