Pharma-Branche
Neue Großfusion in der Pharmabranche

Die US-Pharmafirma King Pharmaceuticals will Alpharma übernehmen - und ist diesem Ziel offenbar einen großen Schritt nähergekommen. Beide Unternehmen haben eine Fusionsvereinbarung geschlossen, laut der King 1,6 Milliarden Dollar für Alpharma bezahlen soll.

HB BOSTON/FRANKFURT. Die US-Pharmafirma King Pharmaceuticals ist mit ihrer Milliardenofferte zur Übernahme des kleineren US-Rivalen Alpharma einen großen Schritt vorangekommen. Beide Unternehmen schlossen eine Fusionsvereinbarung, laut der King rund 1,6 Milliarden Dollar für Alpharma bezahlen soll. Das Alpharma-Direktorium habe dem Angebot von 37 Dollar je Aktie nun zugestimmt, teilte King gestern mit.

"King und Alpharma ergänzen sich hochgradig, und wir erwarten einen noch größeren Erfolg als kombiniertes Unternehmen", erklärte King-Chef Brian Markison. Der Zukauf soll bis Jahresende unter Dach und Fach sein.

Alpharma hatte zunächst eine erste Übernahmeofferte des Konkurrenten in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar oder 33 Dollar je Aktie abgelehnt. King hatte sich daraufhin mit einer auf 1,6 Milliarden Dollar aufgestockten feindlichen Offerte direkt an die Aktionäre des in Bridgewater im US-Bundesstaat New Jersey ansässigen Arzneimittelherstellers gewandt. Inzwischen sei Alpharma-Chef Dean Mitchell aber zu der Einschätzung gekommen, dass ein Zusammenschluss im besten Interesse der Aktionäre ist, wie er gestern sagte. Die Offerte enthält einen Aufschlag von gut zehn Prozent auf den Schlusskurs der Alpharma-Aktie von 33,50 Euro am Freitag.

King mit Sitz in Bristol im Bundesstaat Tennessee rechnet damit, dass die Übernahme im zweiten Jahr nach Vollzug der Transaktion zum bereinigten Gewinn je Aktie beitragen wird.

Zudem peilt King-Chef Markison Einsparungen von 50 bis 70 Millionen Dollar im Zuge des Zusammenschlusses an. King setzte 2007 2,1 Milliarden Dollar um. Alpharma, die auch Medikamente für Tiere herstellt, kam auf einen Umsatz von 722 Millionen Dollar. In der Pharmabranche war zuletzt bereits eine Reihe von Milliardenübernahmen angekündigt worden.

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