Pharma-Deal des Jahres
Johnson&Johnson plant Milliardenangebot für Synthes

In der Pharmabranche bahnt sich offenbar eine neue Milliarden-Übernahme an. Der US-Pharmariese Johnson & Johnson möchte wohl mit 20 Mrd. beim Orthopädiekonzern Syntes einsteigen.
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New YorkDer US-Pharmakonzern Johnson & Johnson ist einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge an der Schweizer Synthes interessiert und könnte 20 Milliarden Dollar für den Orthopädiekonzern zahlen. Es wäre die größte Übernahme in der Geschichte des US-Konzerns. Eine mit den Verhandlungen vertraute Person sagte der Zeitung jedoch, dass die Gespräche noch jederzeit platzen könnten. Johnson & Johnson wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Ein Sprecher von Synthes in den USA war zunächst nicht zu erreichen. 

Der Preis von 20 Milliarden Dollar entspricht einem Aufschlag von elf Prozent auf die derzeitige Marktkapitalisierung der Schweizer von 18 Milliarden Dollar. 

Gerüchte über eine mögliche Übernahme hatten am Freitag am Schweizer Markt bereits die Runde gemacht und die Synthes-Aktie kräftig steigen lassen. Neben Johnson & Johnson war auch von dem Medizintechniker Medtronic als potenzieller Käufer die Rede. Ein Synthes-Sprecher lehnte dazu einen Kommentar ab. 

Die Kasse von Johnson & Johnson ist mit 19 Milliarden Dollar gut gefüllt. „Sie könnten einen solchen Zukauf stemmen“, sagte Morningstar-Analyst Damien Conover. Der bisher größte Zukauf war die Gesundheitsprodukte-Sparte von Pfizer vor gut fünf Jahren für 16 Milliarden Dollar. „Synthes zu übernehmen ergibt Sinn, aber nicht unbedingt für Johnson & Johnson und nicht zu diesem Preis“, gab ein Banker zu bedenken, der nicht an den Verhandlungen beteiligt ist. Synthes könnte zu anderen Unternehmen besser passen. 

Zuletzt hat sich der französische Pharmariese Sanofi-Aventis ebenfalls für 20 Milliarden Dollar die Kontrolle über die US-Biotechfirma Genzyme gesichert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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