Pharma- und Chemiekonzern
Bayer erhöht die Prognose für 2011

Der neue Bayer-Chef Marijn Dekkers musste gute Zahlen liefern - und er hat es getan. Der Gewinn des Pharma- und Chemiekonzerns stieg überraschend deutlich. Bayer erhöhte deshalb auch die Prognose.
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LeverkusenBayer hat nach einem überraschend kräftigen Ergebnisanstieg im ersten Quartal seine Jahresziele angehoben. Zu dem starken Jahresauftakt hätten alle drei Teilkonzerne beigetragen, erklärte Konzernchef Marijn Dekkers bei Vorlage des Quartalsberichts am Donnerstag. Besonders erfreulich sei der Saisonstart für die Pflanzenschutzsparte CropScience gewesen. Im Kunststoffgeschäft profitierte das Leverkusener Traditionsunternehmen von der guten Konjunktur, die auch bei Konkurrenten wie DuPont aus den USA und dem niederländischen Chemiekonzern DSM die Nachfrage ankurbelte.

Bayer steigerte in den ersten drei Monaten seinen um Sondereinflüsse bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 22,3 Prozent auf 2,23 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt nur 2,08 Milliarden Euro erwartet. Der Konzernumsatz legte um 13,2 Prozent auf 9,42 Milliarden Euro zu, der Überschuss erhöhte sich um 8,4 Prozent auf 684 Millionen Euro.

Bei Anlegern kam das Zahlenwerk gut an. Die Bayer-Aktie gewann vorbörslich 1,4 Prozent.

Im Gesamtjahr will Bayer nun seinen Umsatz, der 2010 um 13 Prozent auf den Rekordwert von 35,1 Milliarden Euro kletterte, um Währungseinflüsse und um Zu- und Verkäufe bereinigt um fünf bis sieben Prozent verbessern. Bisher wurde ein Plus von vier bis sechs Prozent angepeilt. Der bereinigte operative Gewinn soll von 7,1 im vergangenen Jahr nun auf über 7,5 Milliarden Euro steigen. Bisher hatte Dekkers einen operativen Gewinn in Richtung 7,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Hauptgrund für die optimistischere Jahresprognose ist, dass Bayer in seinem Pflanzenschutzgeschäft inzwischen bessere Geschäfte erwartet. Wie schon beim US-Wettbewerber Monsanto verzeichnete das Saatgutgeschäft im ersten Quartal starke Zuwachsraten. Zudem profitierte die Pflanzenschutzsparte davon, dass die Preise für wichtige Agrarerzeugnisse wie Soja, Weizen oder Mais seit Monaten hoch sind. Das kurbelt die Nachfrage nach Pestiziden an. Vor allem neue Produkte seien im Quartal stark nachgefragt worden, erklärte Bayer.

Im der Gesundheitssparte HealthCare profitierte der Konzern im abgelaufenen Quartal von einer guten Nahfrage nach verschreibungsfreien Gesundheitsprodukten. Dagegen spürte Bayer im Pharmageschäft die Generikakonkurrenz bei den Verhütungsmitteln Yaz und Yasmin.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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