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Pharma- und Chemiekonzern: Merck wagt keine Prognose für 2009

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA sieht derzeit keine klaren Anzeichen für eine Erholung seines Chemiegeschäfts und will in seinem Pigmentgeschäft früher als erwartet Kurzarbeit einführen. 2009 werde ein schwieriges Jahr werden.

Merck hat Probleme. Quelle: dpa
Merck hat Probleme. Quelle: dpa

HB FRANKFURT. „Die Flüssigkristalle leiden unter der eingebrochenen Nachfrage für Fernseher und Bildschirme. Die Umsatzzahlen für Pigmente spiegeln das wider, was sie täglich über die Autoindustrie lesen können, nämlich Rückschläge“, sagte Karl-Ludwig Kley, der Vorsitzende der Geschäftsleitung, am Freitag vor rund 1 000 Aktionären des Dax-Konzerns in Frankfurt. Das gelte nicht nur für die vergangenen Wochen des Jahres 2008. Dieser Trend setze sich auch im ersten Quartal 2009 ungebrochen fort.

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Merck werde aber auch 2009 zu den Gewinnern gehören: Eine konkrete Prognose gab Kley wegen der Unsicherheit über die weitere Konjunkturentwicklung nicht. „Ich versichere Ihnen aber, dass wir eine Prognose abgeben werden, sobald der Nebel sich gelichtet hat.“ Das größere Pharmageschäft mit der wichtigsten Sparte Merck Serono und den Hauptumsatztreibern Rebif (Multiple Sklerose) und Erbitux (Antikrebsmittel) sei weiter auf Wachstumskurs.

„Für das Pigmentgeschäft müssen wir davon ausgehen, dass die bislang bereits vereinbarten Maßnahmen wie Abbau von Überstunden und Urlaubstage im Rahmen mehrerer Stillstandsphasen nicht ausreichen werden, um die Produktionsmengen der deutlich gesunkenen Nachfrage anzupassen“, sagte Kley. Daher will Merck schneller als bisher geplant Kurzarbeit bei den Pigmenten einführen.

Derzeit werde mit der Arbeitnehmerseite verhandelt. Betroffen seien rund 500 Mitarbeiter im Werk Gernsheim. Ob und wann es im Geschäft mit Flüssigkristallen zu Kurzarbeit komme, sei noch offen. Kley hatte vor wenigen Wochen ab September Kurzarbeit für das Chemiegeschäft angekündigt, falls sich die Nachfrageflaute bei den Kristallen (Liquid Crystals) und bei den Pigmenten nicht bessert.

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