Pharma- und Spezialchemiekonzern
Merck erfüllt die Erwartungen

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat im abgelaufenen Quartal trotz Einbußen im Flüssigkristallgeschäft sein Ergebnis gesteigert. Das Unternehmen hat am Montag zudem seine Prognose für das Gesamtjahr prognostiziert.

HB DARMSTADT. Das operative Ergebnis habe sich im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf 309 Mio. Euro erhöht, teilte das im Dax notierte Unternehmen am Montag mit. Analysten hatten im Schnitt mit 310 Mio. Euro gerechnet. Die Gesamterlöse lagen bei 1,9 Mrd. Euro, ein Plus von 8,7 Prozent. Organisch hätte der Umsatzanstieg sogar bei 13,5 Prozent gelegen. Unter dem Strich wies Merck ein Ergebnis nach Steuern und Fremdanteilen von 200,1 Millionen Euro nach dem von Sonderbelastungen geprägten Vorjahresquartal aus.

In der viel beachteten Sparte Flüssigkristalle sank das operative Ergebnis jedoch um sechs Prozent auf 112 Mio. Euro, die Umsatzrendite lag bei 47 (Vorjahreszeitraum: 47,7) Prozent.

"Die Merck-Gruppe erzielte auch im dritten Quartal trotz der gegenwärtigen weltweiten Turbulenzen an den Finanzmärkten und der anhaltend ungünstigen Wechselkurse in signifikanter Größenordnung weiterhin ein solides Wachstum", urteilte Merck-Chef Karl-Ludwig Kley. Der Wirtschaftsabschwung werde sich "in gewissem Ausmaß" auf das Chemiegeschäft auswirken. So sinken etwa die Umsätze mit Pigmenten wegen der gedrosselten Produktion in der Automobilindustrie. Dagegen kann der Darmstädter Konzern von einem robusten Arzneimittelgeschäft und dem Wachstum seiner wichtigsten Pharma-Produkte, dem Multiple-Sklerose-Mittel Rebif und dem Krebsmittel Erbitux, profitieren.

Für das Gesamtjahr präzisierte der Vorstand nun angesichts von Währungsbelastungen seine Prognosen. Er geht nun von einem Anstieg der Gesamterlöse um sechs bis acht Prozent (bisher: fünf bis neun Prozent) aus. Zudem strebt Merck eine operative Marge vor Abschreibungen und Integrationskosten von 23 bis 25 (2007: 24,8) Prozent an. Bislang wurden 23 bis 27 Prozent erwartet.

In der Flüssigkristallsparte senkte Merck das obere Ende der Prognose und rechnet nun mit einer operativen Umsatzrendite von 47 bis 48 (bisher: 47 bis 52) Prozent. Die Umsätze werden in dem Geschäft voraussichtlich nur noch um fünf bis sechs (bisher: fünf bis zehn) Prozent zulegen. In der Biopharmaziesparte Merck Serono peilt der Vorstand nun ein Erlösplus von acht bis zehn (bisher: sieben bis elf) und eine Umsatzrendite vor Abschreibungen und Integrationskosten zwischen 24 und 26 (23 bis 27) Prozent an.

Das starke Geschäft bei Merck Serono konnte im dritten Quartalen Schwächen im Flüssigkristallgeschäft ausbügeln. So stieg das operative Ergebnis in der Sparte um gut 20 Prozent auf 170 Mio. Euro. Die Umsätze mit Rebif erhöhten sich um zehn Prozent auf 338 Mio. Euro. Mit Erbitux setzte Merck 134 Mio. Euro um, ein Plus von 13 Prozent binnen Jahresfrist.

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