_

Pharmabranche: Astra-Zeneca muss weitere Stellen streichen

Astra-Zeneca setzt wegen des drohenden Patentverlustes für wichtige Produkte erneut den Rotstift an. Es würden weitere 8 000 Stellen zusätzlich zu den bereits bekanntgegebenen 15 000 wegfallen. Dabei weist der zweitgrößte britische Pharmakonzern gleichzeitig einen hohen Gewinn aus.

Astra-Zeneca muss sparen. Quelle: ap
Astra-Zeneca muss sparen. Quelle: ap

HB LONDON. Der zweitgrößte britische Pharmakonzern Astra-Zeneca stellt sich ungeachtet eines kräftigen Gewinnanstiegs 2009 wegen der drohenden Konkurrenz für Kernprodukte auf herausfordernde Zeiten ein: „2010 wird ein schwieriges Jahr werden. Der Umsatz wird durch Patentabläufe für Produkte wie Arimidex und Pulmicort in den USA belastet“, sagte Konzernchef David Brennan am Donnerstag bei der Bilanzvorlage in London. In den kommenden vier Jahren sollen dem Rotstift weitere 8 000 Stellen zum Opfer fallen. Seit 2007 hat der Konzern bereits 12 600 Stellen der bisher eingeplanten 15 000 Stellen gestrichen.

Anzeige

Brennan betonte, dass die dadurch avisierten Milliardeneinsparungen zum Wachstum in den Schwellenländern eingesetzt werden sollen.Bereits heute kommen rund dreizehn Prozent des Konzernumsatzes aus den sogenannten „Emerging Marktes“.

An der Börse brachen die Astra-Zeneca-Titel bis zum frühen Nachmittag um mehr als drei Prozent ein und waren damit Schlusslicht im britischen Leitindex FTSE-100. Für den Konzern arbeiten derzeit mehr als 65 000 Mitarbeiter, davon 1 300 in Wedel (Schleswig-Holstein).

Der Standort in Plankstadt wurde vor zwei Jahren verkauft. In welchen Ländern die Jobs wegfallen sollen, ließ der Vorstand in einer Telefonkonferenz offen. Bereits bei Vorlage der Bilanz für 2008 hatte AstraZeneca die Marktteilnehmer enttäuscht.

Im laufenden Geschäftsjahr rechnet Brennan wegen auslaufender Patentrechte auf dem weltweit größten Pharmamarkt - den USA - mit einem Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich. Für 2010 wird ein Gewinn pro Aktie vor Sonderposten (Core-EPS) von 5,75 bis 6,15 Dollar nach den 2009 erzielten 6,32 Dollar in Aussicht gestellt.

  • Die aktuellen Top-Themen
Volkswagen: VW in Chinas wildem Westen

VW in Chinas wildem Westen

Chinas Westen glänzt mit Wachstumsraten. VW will hier jährlich 50.000 Autos produzieren. Der Aufschwung soll soziale Konflikte lindern. Damit gerät VW allerdings zwischen die Fronten eines ethnischen Konflikts.

Übernahmekarussell: Deutsche Wohnen kauft milliardenschweres Wohnungspaket

Deutsche Wohnen kauft milliardenschweres Wohnungspaket

Mit dem Kauf von fast 24.000 Wohnungen stemmt die Deutsche Wohnen als vierter Immobilienkonzern in diesem Jahr eine milliardenschwere Übernahme in Deutschland. Der Bestand des Konzern wächst damit um fast die Hälfte.

Intercontinental Hotels Group: „Wir wollen in Deutschland die Nummer eins werden“

„Wir wollen in Deutschland die Nummer eins werden“

Intercontinental Hotels Group will in Deutschland expandieren und die Branchenspitze erklimmen. Erstmals gibt der Weltmarktführer Einzelheiten des geplanten Projekts bekannt.

  • Video

Projekt Zukunft Wie die Dinosaurier-Forschung hilft, heutige Probleme zu lösen - ein Gespräch mit Oliver Wings

Ein Gespräch mit Dr. Oliver Wings, Dinosaurier-Forscher, Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, über den Nutzen der Dino-Forschung für die moderne Wissenschaft

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläen – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DEUTSCHLANDS ANZEIGENPORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Verkaufsangebote Verkaufsgesuche




 

.