Pharmabranche
Astra-Zeneca profitiert von Schweinegrippe

Die Schweinegrippe beschert dem Pharmariesen Astra-Zeneca glänzende Geschäfte. Der britisch-schwedische Konzern hob am Donnerstag zum zweiten Mal in Folge seine Prognose für das Gesamtjahr an.
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HB LONDON. Der Umsatz im abgelaufenden Quartal legte mit fünf Prozent auf 8,2 Mrd. Dollar deutlicher zu als erwartet. Im Grippe-Geschäft spielt AstraZeneca zwar keine so große Rolle. Doch die US-Regierung hat bei dem Konzern für 453 Mio. Dollar 40 Mio. Dosen Impfstoff gegen den Grippe-Virus H1N1 bestellt.

Dank der unverhofft starken Verkäufe des Grippeimpfstoffes erwartet Astra-Zeneca 2009 nun einen Gewinn je Aktie zwischen 6,20 und 6,40 Dollar. Zuvor war eine Spanne von 5,70 bis 6,00 Dollar angepeilt worden. Im dritten Quartal übertraf AstraZeneca auch wegen der guten Nachfrage nach dem Cholesterinmittel Crestor mit einem Kerngewinn je Anteilsschein von 1,68 Dollar die Erwartungen des Marktes deutlich. Analysten hatten lediglich mit 1,38 Dollar gerechnet. Im Kerngewinn sind Restrukturierungskosten und andere Aufwendungen nicht enthalten.

Wie schon bei GlaxoSmithKline hilft auch bei AstraZeneca die Schweinegrippe über den harten Konkurrenzkampf bei Nachahmermedikamenten hinweg. Glaxo hatte am Mittwoch angetrieben von seinen Grippemedikamenten einen Quartalsgewinn von gut zwei Mrd. Pfund im operativen Geschäft gemeldet. Viele ältere Medikamente verlieren derzeit den Patentschutz. AstraZeneca profitierte auch davon, dass sich die billigeren Versionen seines Herzmittels Toprol und des Krebsmedikaments Casodex verzögerten.

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