Pharmabranche
Bayer und Boehringer winken neue Arzneizulassungen

Die beiden Pharma-Riesen Boehringer Ingelheim und Bayer können mit weiteren Arzneizulassungen rechnen. Darunter auch das lukrative Gerinnungshemmer Pradaxa, das wichtigste Medikament von Boehringer aktuell.
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FrankfurtDer Pharmakonzern Boehringer Ingelheim kann in Europa auf mehr Geschäft mit seinem lukrativen Gerinnungshemmer Pradaxa bauen. Der Arzneimittelausschuss der europäischen Arzneimittelbehörde EMA empfahl, das Mittel auch zur Behandlung von tiefen Venenthrombosen und Lungenembolien sowie zur Vorbeugung vor einem erneuten Auftreten von Lungenembolien und Venenthrombosen zuzulassen, wie die Londoner Behörde am Freitag mitteilte. Die EU-Kommission folgt den Empfehlungen der EMA üblicherweise binnen kurzer Zeit. Die EMA empfahl zudem, das Krebsmittel Nexavar von Bayer auch zur Behandlung von Schilddrüsenkrebs zu genehmigen.

Pradaxa ist derzeit das wichtigste Medikament des Familienunternehmens aus Ingelheim bei Mainz. Im vergangenen Jahr baute der Konzern mit der Arznei seinen Umsatz um 8,8 Prozent auf 1,21 Milliarden Euro aus. Größstes Einsatzgebiet ist die Verhinderung von Schlaganfällen bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen. Pradaxa gehört zu einer Gruppe neuer Arzneien, die dem Jahrzehnte bewährten und inzwischen patentfreien Warfarin die Stellung als Standardmedikament bei der Schlaganfall-Prophylaxe streitig machen wollen.

Für Bayer zählt die Arznei Nexavar ebenso zu den Umsatzstützen. Im vergangenen Jahr war das Mittel mit Umsätzen von 771 Millionen Euro das fünftumsatzstärkste Präparat des Leverkusener Konzerns. Das Medikament ist zur Bekämpfung von Nieren- und Leberkrebs bereits seit vielen Jahren auf dem Markt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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