Pharmabranche
Boehringer liegt erneut über dem Durchschnitt

Boehringer Ingelheim hat im vergangenen Jahr weniger Gewinn eingefahren. Deutschlands zweitgrößter Pharmakonzern litt unter dem schwachen Dollar und gestiegenen Ausgaben für die Forschung. Aber zufrieden ist man dennoch und dafür gibt es gute Gründe.

HB INGELHEIM. Der Betriebsgewinn des stark im Dollarraum engagierten Unternehmens ging 2008 um sechs Prozent auf 1,98 Mrd. Euro zurück, wie das Familienunternehmen am Dienstag in Ingelheim bei Mainz mitteilte. Der Überschuss schrumpfte sogar um 21 Prozent auf 1,43 Mrd. Euro. Boehringer Ingelheim gab im vergangenen Jahr 2,1 Mrd. Euro für Forschung aus. Das sind elf Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Konzernchef Andreas Barner äußerte sich dennoch zufrieden mit dem Geschäftsverlauf 2008: „Wir haben unsere Ziele durch ein Wachstum in allen unseren Geschäftsgebieten erreicht.“ Boehringer Ingelheim steigerte seinen Umsatz um sechs Prozent auf 11,6 Mrd. Euro. Ohne die Effekte des schwachen Dollar hätte Boehringer Ingelheim sogar 9,5 Prozent mehr umgesetzt. Damit wuchs der Konzern zum neunten Mal in Folge stärker als der Weltpharmamarkt. Wichtigste Umsatzstütze war das Atemwegsmedikament Spiriva, bei dem das Unternehmen mit dem Branchenprimus Pfizer zusammenarbeitet. Die Erlöse des Mittels kletterten um 16 Prozent auf 2,07 Mrd. Euro.

Für das laufende Jahr gab sich die Konzernführung trotz des Konjunktureinbruchs optimistisch, im Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten den Weltpharmamarkt erneut beim Wachstum zu schlagen. Der Umsatz soll prozentual einstellig zulegen. Um sich für den Markteintritt von Generika und damit für die härtere Konkurrenz bei einigen Medikamenten im Jahr 2010 zu rüsten, will Boehringer auch dieses Jahr kräftig in die Entwicklung neuer Arzneien investieren.

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