Pharmabranche
Eli Lilly prüft kleinere Zukäufe

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly will nach dem Kauf des Biotech-Konzerns Imclone weiter zukaufen. Allerdings soll es, anders als zuletzt häufig in der Pharmabranche geschehen, in kleinerem Rahmen stattfinden.

HB NEW YORK. Eli Lilly schaue sich nach Übernahmen im Wert von bis zu 15 Mrd. Dollar um, sagte Eli Lilly-Chef John Lechleiter dem „Wall Street Journal“. Durch die Übernahme von Imclone sei Eli Lilly bei der Entwicklung von Antikrebsmitteln weiter vorangekommen. Lechleiter hatte am Vortag in einem Interview mit der „Financial Times“ Mega-Fusionen à la Pfizer/Wyeth eine Absage erteilt.

Lilly habe mehr Übernahmen wie den Kauf von Imclone für 6,5 Mrd. Dollar im Auge. Lillys wichtigstes Produkt, das Antidepressivum Zyprexa, verliert 2011 seinen lukrativen Patentschutz, so dass der Konzern gegensteuern muss, um den erwarteten Umsatzverlust auszugleichen.

Branchenkenner halten auch Eli Lilly für einen Fusionskandidaten. Spekuliert wurde über ein mögliches Zusammengehen mit Bristol-Myers Squibb. Dies schloss Lechleiter aus. In den Bereich der Nachahmermedikamente (Generika) wird Eli Lilly laut dem Manager nicht expandieren, sondern stattdessen bereits bestehende biotechnologische Medikamente verbessern.

Ende Januar hatte der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer die Übernahme von Wyeth angekündigt, nur wenige Wochen später Merck & Co. einen Zusammenschluss mit Schering-Plough.

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