Pharmabranche
EU-Kommissar will Arznei-Infos erlauben

Bislang dürfen Pharmaunternehmen nur Fachleute über rezeptpflichtige Medikamente direkt informieren. Künftig dürfen sie Informationen auch in Zeitungen und Zeitschriften verbreiten. Das jedenfalls verlautet in einem Medienbericht unter Berufung auf EU-Industriekommissar Günter Verheugen.

HB BERLIN. Hersteller sollten die Patienten über Produktmerkmale, Studien, Krankheitsvorbeugung und Preise informieren dürfen, berichtete das Magazin "Focus" am Samstag vorab. Bisher dürfen nur Ärzte, Apotheker und Pflegepersonal Patienten direkt ansprechen. Verheugen wolle die Novelle am Dienstag vorlegen und noch vor der Europawahl im Juni in Kraft setzen.

Der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese sieht in dem Vorstoß "eine eindeutige Lockerung der Werbe- und Informationsregeln". Die Umsetzung halte er daher für sehr unwahrscheinlich. Der FDP-Europapolitiker Holger Krahmer signalisierte dagegen Zustimmung. Patienten sollten sich nicht nur über Beipackzettel oder Ärzte informieren. Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums verwies darauf, dass der Vorschlag derzeit noch in der EU beraten werde. Die deutsche Regierung werde ihn genau prüfen.

Anderen Meldungen zufolge sagte die Sprecherin, das Bundesgesundheitsministerium wende sich gegen die Pläne. „Wir wollen keine Werbung für Arzneimittel. Es bleibt beim Werbeverbot“, sagte die Sprecherin von Ressortchefin Ulla Schmidt.

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