Pharmabranche
Gemischtes Bild für Merck und Schering-Plough

Verschärfter Wettbewerb durch billige Nachahmermedikamente haben den Gewinn des US-Pharmakonzerns Merck & Co. im ersten Quartal schrumpfen lassen. Konzernchef Richard Clark hat zudem die Gewinnprognose für das laufende Jahr reduziert.

HB NEW YORK. Den vor ihrer Fusion stehenden US-Pharmariesen Merck & Co und Schering-Plough hat die Wirtschaftsflaute zu Jahresbeginn zu schaffen gemacht. Beide Unternehmen verzeichneten im ersten Quartal rückläufige Umsätze. Bei Merck brach auch der Gewinn um mehr als die Hälfte auf 1,5 Mrd. Dollar ein.

Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen von einer Überweisung vom Marketing-Partner Astra-Zeneca profitiert. Schering-Plough trat dagegen kräftig auf die Kostenbremse und verdreifachte seinen Gewinn auf 767 Mio. Dollar. Die Aktien beider Unternehmen gaben zu Handelbeginn in New York am Dienstag deutlich nach.

Merck hatte Anfang März angekündigt, für gut 41 Mrd. Dollar den kleineren Rivalen Schering-Plough schlucken zu wollen. Beide Konzerne haben deutsche Wurzeln und waren im 19. Jahrhundert zunächst als US-Ableger deutscher Firmen entstanden. Sie beschäftigen zusammen mehr als 100 000 Mitarbeiter. Schering-Plough zufolge wird die Fusion voraussichtlich bis zum vierten Quartal unter Dach und Fach sein.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Merck seine Gewinnprognose (non-Gaap) und erwartet weiterhin einen Gewinn je Aktie zwischen 3,15 und 3,30 Dollar, was einem Rückgang von drei bis acht Prozent entspricht. Die nach Gaap-Bilanzierungsregeln errechnete Ergebnisprognose senkte das Unternehmen auf 2,84 bis 3,09 Dollar je Aktie. Auch seine Umsatzerwartung reduzierte das Unternehmen auf die Spanne von 23,2 Mrd. bis 23,7 Mrd. Dollar.

Bislang war Merck von einem Gesamtjahresumsatz von rund 24 Mrd. ausgegangen. Umsatz und Gewinn würden im zweiten Halbjahr 2009 voraussichtlich höher ausfallen als im ersten Halbjahr, erklärte der im US-Bundesstaat New Jersey ansässige Konzern. Schering-Plough lieferte keine aktuelle Prognose.

Die Merck-Aktie fiel zu Handelbeginn in New York um knapp sieben Prozent, die Schering-Plough-Aktie um gut vier Prozent. In Deutschland hat Merck & Co, die hierzulande MSD Sharp & Dohme heißen, etwa 1200 Beschäftigte. Die deutsche Schering-Plough-Tochter Essex Pharma hat laut ihrer Webseite etwa 1000 Mitarbeiter.

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