Pharmabranche
Generika drücken Sanofi-Gewinn

Der Gewinn des französischen Pharmakonzerns Sanofi-Aventis ist im dritten Quartal wegen der harten Konkurrenz durch Nachahmer-Medikamente zurückgegangen. Allerdings sank er weniger deutlich als von Analysten erwartet.

HB PARIS. Insbesondere die Konkurrenz für den Blutverdünner Plavix drückten den Reingewinn um 11,6 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro, wie der weltweit drittgrößte Pharmakonzern am Dienstag mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten in Schnitt mit 1,57 Milliarden Euro gerechnet.

Der Umsatz sank auf vergleichbarer Basis um 1,1 Prozent auf 6,901 Milliarden und blieb damit unter den Erwartungen von Analysten, die im Schnitt mit 7,28 Milliarden Euro gerechnet hatten. Für 2006 kündigte Sanofi-Aventis ein Plus beim bereinigten Gewinn je Aktie von mindestens zwei Prozent an.

Plavix ist ein Schlüsselmedikament für Sanofi und dessen US-Partner Bristol-Myers Squibb, der es in den USA vermarktet. Derzeit werden die Umsätze des Medikaments in den USA aber massiv durch ein Nachahmermedikament des kanadischen Unternehmens Apotex bedroht. Plavix ist vom Umsatz her bisher die Nummer Zwei weltweit auf dem Markt für Medikamente.

Der Umsatz mit Plavix fiel im Quartal mit 543 Millionen Euro geringer aus als von Analysten erwartet, wie Sanofi mitteilte. Die Markterwartungen lagen bei 587 Millionen Euro. In den USA brach der Umsatz mit dem Mittel um 42,4 Prozent ein.

Sanofi teilte mit, den US-Gesundheitsbehörden seien alle notwendigen Unterlagen zur Verfügung gestellt worden für die angestrebte Zulassung seines Schlankmachers Acomplia. Nach früheren Angaben will Sanofi das Mittel noch in diesem auf den Markt bringen. Ein Europa hat das Mittel schon die Zulassung bekommen.

Die EU hatte Acomplia zur Behandlung von übergewichtigen Patienten zugelassen, die damit verbundene Krankheiten wie etwa Typ-2-Diabetes haben. Experten trauen dem Medikament jährliche Spitzenumsätze von mehr als drei Milliarden Dollar weltweit zu. Das Medikament gilt als größter Hoffnungsträger der Franzosen und ist bereits in Deutschland, Österreich, Finnland, Großbritannien, Irland, Norwegen und Dänemark auf dem Markt.

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