Pharmabranche
Harter Preiskampf lässt Phoenix-Gewinn sinken

Mit Rabattangeboten versuchen die Pharmahändler, die Apotheken für sich zu gewinnen. Doch das zehrt am Gewinn – auch beim Mannheimer Branchenführer. Phoenix verzeichnete im ersten Quartal rund ein Drittel weniger Gewinn.
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FrankfurtDer harte Preiswettbewerb um die Gunst der Apotheken in Deutschland hat beim Pharmahändler Phoenix zum Start des neuen Geschäftsjahres tiefe Spuren hinterlassen. Der Gewinn sank im ersten Viertel des Geschäftsjahres 2014/15 um 35 Prozent auf 22,8 Millionen Euro, wie der Branchenführer aus Mannheim am Dienstag mitteilte. Der Konzernumsatz legte hingegen von Februar bis April binnen Jahresfrist um 2,1 Prozent auf 5,45 Milliarden Euro zu. Seit mehr als einem Jahr überbieten sich die führenden Pharmahändler in Deutschland mit Rabattangeboten an die Apotheker. Das zehrt an den Ergebnissen der Unternehmen. Auch der Stuttgarter Rivale Celesio hatte dies im ersten Quartal zu spüren bekommen.

Phoenix hatte auf den verschärften Wettbewerb mit einem Sparprogramm reagiert. Konzernchef Oliver Windholz will die Kosten bis 2015/16 um mindestens 100 Millionen Euro im Jahr senken. Nach früheren Angaben sollen bis zu 380 Stellen verlagert oder gestrichen werden. Dazu gehört auch eine Neuordnung der Vertriebszentren. Dies werde schrittweise ab Juli diesen Jahres umgesetzt, erklärte Phoenix. Voraussichtlich würden weniger als 50 betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland ausgesprochen.

An ihrer Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2014/15 hielt die Phoenix-Führung fest. Phoenix will den Konzernumsatz weiter erhöhen und - auch über Zukäufe - die Marktposition in Europa ausbauen. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) soll leicht zulegen - prozentual soll der Zuwachs über dem erwarteten Umsatzplus liegen. Im ersten Quartal war der bereinigte operative Gewinn auf 93,9 Millionen Euro von 111,3 Millionen Euro ein Jahr zuvor geschrumpft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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