Pharmabranche im Fusionsfieber
Mylan will Perrigo, Teva will Mylan

Der Pharmakonzern Mylan plant Insidern zufolge ein neues Übernahmeangebot für Perrigo. Der Konkurrent hatte die erste Offerte abgelehnt. Gleichzeitig will Ratiopharm-Mutter Teva mit aller Macht eine Übernahme von Mylan.
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BangaloreIn der vom Fusionsfieber erfassten Pharmaindustrie zeichnet sich zunehmend ein milliardenschwerer Bieterschlagabtausch zwischen der Ratiopharm-Mutter Teva sowie den Branchenschwergewichten Mylan und Perrigo ab. Der Sender CNBC berichtete am Mittwoch unter Berufung auf Insider, Mylan plane in naher Zukunft ein neues Gebot für Perrigo.

Die bisherige Offerte über 29 Milliarden Dollar hatte der Konzern mit Sitz in Dublin am Tag zuvor als zu niedrig abgelehnt. Teva wiederum teilte mit, sich notfalls umgehend von Unternehmensteilen zu trennen, um grünes Licht der Wettbewerbsbehörden für eine Übernahme von Mylan zu bekommen.

Mylan selbst hat sich weder zu dem Bericht, noch zu Tevas angekündigter Offerte in Höhe von 40 Milliarden Dollar geäußert. Allerdings haben die Amerikaner im Vorfeld der konkret gewordenen Avancen des weltgrößten Herstellers von Nachahmermedikamenten Widerstand gegen einen Zusammenschluss signalisiert.

So hatte Mylan-Verwaltungsratschef Robert Coury nach tagelangen Spekulationen über ein Teva-Gebot am Freitag erklärt, die Unternehmen passten schlecht zusammen. Mit einem Zukauf von Perrigo würde sich Mylan als Übernahmeziel wohl zumindest unattraktiver machen.

Mylan-Aktien tendierten am Mittwoch in New York etwas leichter, Perrigo-Aktien verteuerten sich um rund 3,7 Prozent auf knapp 200 Dollar. Die am Dienstag abgelehnte Mylan-Offerte belief sich auf 205 Dollar je Anteilschein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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