Pharmabranche im Übernahmefieber
Teva will Mylan, Mylan will Perrigo

Der US-Pharmakonzern Mylan bessert sein Angebot für Konkurrent Perrigo nach – der Dubliner Konzern spricht von einem „feindlichen“ Angebot. An Mylan selbst ist wiederum die Ratiopharm-Tochter Teva interessiert.
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BangaloreTrotz der Ablehnung seines milliardenschweren Übernahmeangebots legt der US-Pharmakonzern Mylan für den Arzneimittelhersteller Perrigo nach. Mylan biete nun 60 Dollar in bar und 2,2 eigene Aktien je Perrigo-Anteilsschein, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Auf Basis des Schlusskurses vom Donnerstag beträgt die Offerte rund 222 Dollar je Dividendenpaper. Damit würde Perrigo insgesamt mit 31,27 Milliarden Dollar bewertet.

Perrigo mit Sitz in Dublin lehnte das „feindliche“ Angebot erneut als zu niedrig ab. Zuvor hatte Mylan 205 Dollar je Aktie geboten. Perrigo riet den Aktionären, die Offerte nicht anzunehmen.

Mylans Angebot gilt als Flucht nach vorne, denn der Jäger ist gleichzeitig der Gejagte: Am Dienstag hatte der Ratiopharm-Mutterkonzern Teva angekündigt, die Amerikaner für 40 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen.

Mit einem Zukauf von Perrigo würde sich Mylan als Übernahmeziel des weltgrößten Herstellers von Nachahmermedikamenten wohl zumindest unattraktiver machen. Teva bekräftigte am Freitag seine Absichten, Mylan kaufen zu wollen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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