Pharmabranche: Johnson & Johnson erwartet Gewinnrückgang

Pharmabranche
Johnson & Johnson erwartet Gewinnrückgang

Johnson & Johnson stellt sich auf die weltweite Konjunkturabkühlung ein. Der amerikanische Pharma- und Medizintechnik-Konzern ist in seinen Prognosen für 2009 pessimistischer als die Analysten. Der Abwärtstrend zeichnete sich bereits Ende 2008 ab.
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HB NEW BRUNSWICK. Der amerikanische Pharma- und Medizintechnik-Konzern Johnson & Johnson (J&J) ist in den Sog der Finanzkrise geraten und kündigt für 2009 einen Gewinnrückgang an. Für das begonnene Jahr stellte Johnson & Johnson in New Brunswick einen Gewinn zwischen 4,45 und 4,55 Dollar je Aktie in Aussicht. Analysten hatten bisher im Schnitt mit 4,62 Dollar gerechnet. Vorbörslich sackte die Aktie um 1,13 Prozent auf 56,79 Dollar ab.

Die Schwierigkeiten zeichneten sich schon im vierten Quartal ab. Das Traditionsunternehmen verbuchte bereits einen Umsatzrückgang. Mit 15,2 Milliarden Dollar setzte das Johnson & Johnson 4,9 Prozent weniger um als ein Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt mit 15,9 Milliarden Dollar gerechnet. Dabei lag der operative Rückgang bei einem Prozent, der Löwenanteil entfiel auf negative Währungseffekte durch den gestiegenen Dollar. Der Gewinn vor Sonderposten legte indes um 6,8 Prozent auf 94 Cent je Aktie zu und übertraf damit die Analystenprognose von 92 Cent.

Johnson & Johnson zeigte sich optimistisch. "Wir haben solides Wachstum erzielt und deutliche Fortschritte in der Entwicklung neuer Produkte", sagte Unternehmenschef William Weldon. "Ich denke, wir sind gut aufgestellt für weiteres Wachstum."

Im Gesamtjahr 2008 erhöhte Johnson & Johnson den Umsatz um 4,3 Prozent auf 63,7 Milliarden Dollar. Dabei entfielen 23,1 Milliarden auf Medizin- und Diagnostikgeräte, 24,6 Milliarden Dollar auf die Pharmasparte und 16 Milliarden Dollar auf das Geschäft mit Medizinprodukten für Verbraucher. Der Gewinn lag mit 4,55 Dollar um 9,6 Prozent höher als im Vorjahr.

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