Pharmabranche
Roche: Wir schaffen das

Die Krise lässt den Pharamkonzern Roche unbeeindruckt - und es sieht nicht danach aus, als ob sich das ändern würde. Die Schweizer haben ein gutes erstes Quartal hingelegt und sind zuversichtlich, ihre Ziele für dieses Jahr zu erreichen.

HB BASEL. Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat im ersten Quartal des laufenden Jahres die Erwartungen der Analysten erfüllt. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 11,6 Mrd. Schweizer Franken, wie der im Schweizer Leitindex Swiss-Market-Index (SMI) notierte Novartis-Konkurrent mitteilte. In lokalen Währungen betrug die Steigerung sogar acht Prozent.

Das Umsatzwachstum war vor allem auf die umsatzstärkste Division Pharma zurückzuführen, die 9,2 Mrd. Franken zum Konzernumsatz beisteuerte. Auf den Bereich Diagnostics entfielen 2,4 Mrd. Franken. Das Krebsmedikament Avastin verzeichnete im ersten Quartal erneut in allen Regionen eine starke Nachfrage. Weltweit stiegen die Verkäufe des Präparats um 30 Prozent auf 1,5 Mrd. Franken. Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Roche die Erwartungen der von der Schweizer dpa-AFX-Partneragentur AWP befragten Analysten beim Gruppen- und Pharmaumsatz leicht übertroffen, im Diagnostikageschäft knapp verfehlt. An der Börse legte die Roche-Aktie zu Handelsbeginn um 1,4 Prozent auf 151,80 Franken zu.

Roche-Chef Severin Schwan zeigte sich in der Mitteilung denn auch zufrieden mit der Leistung seiner Gruppe: "Mit einem Wachstum von acht Prozent haben sich die Verkäufe der Roche Gruppe in den ersten drei Monaten sehr erfreulich entwickelt". Die Pharmadivision sei in lokalen Währungen "rund doppelt so schnell wie der globale Markt" gewachsen. Im Diagnostikageschäft habe ein Wachstum "klar über dem Marktdurchschnitt" erzielt werden können. Schwan gibt sich vor diesem Hintergrund zuversichtlich, die eigenen Ziele im laufenden Jahr zu erreichen.

Einen angepassten Ausblick für das Gesamtjahr will der Konzern aufgrund der vollständigen Übernahme der US-amerikanischen Biotech-Tochter Genentech bei Mitteilung der Halbjahreszahlen im Juli veröffentlichen. Bislang hatte der Konzernchef angegeben, der Gewinn vor Sonderposten pro Aktie solle bei konstanten Währungen das Vorjahresniveau erreichen. Sowohl für die Gruppe wie auch für die beiden Sparten Pharma und Diagnostics werde 2009 ein über dem Markt liegendes Verkaufswachstum in lokalen Währungen im mittleren einstelligen Prozentbereich angestrebt.

Nach Abschluss der Transaktion mit Genentech Mitte März seien in kurzer Zeit bereits beachtliche Fortschritte bei der Integration erzielt worden. Dazu gehörten nicht zuletzt die am Mittwoch bekanntgegebenen Personalentscheidungen, hieß es weiter. Schwan zeigte sich erfreut, dass Arthur Levinson das Unternehmen als Präsident des Genentech-Verwaltungsrates weiterhin aktiv unterstützen werde und das zusammengeführte Geschäft mit einem starken Führungsteam vorangetrieben werden könne.

Die Vollübernahme von Genentech soll früheren Angaben zufolge jährliche Kostensynergien von rund 750 Mio. bis 850 Mio. Dollar vor Steuern bringen. Zudem erwartet das Roche-Management durch den Zusammenschluss bereits im ersten Jahr einen positiven Beitrag zum Gewinn.

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