Pharmabranche
Sanofi-Aventis hebt Jahresprognose an

Nach einem leichten Gewinnanstieg im abgelaufenen Quartal hat der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis seine Jahresprognose angehoben. Die weltweite Nummer drei der Branche rechnet nun mit einem Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie in diesem Jahr von neun Prozent.

HB PARIS/DÜSSELDORF. Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis hat im dritten Quartal den harten Wettbewerb durch billigere Nachahmermedikamente und den schwachen Dollar gut verdaut. Die weltweite Nummer drei der Branche hob nach einem leichten Gewinnanstieg seine Jahresprognose am Freitag erneut an. Sanofi rechnet nun mit einem Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie in diesem Jahr von rund neun Prozent. Zuletzt hatte das Unternehmen einen Anstieg von etwa acht Prozent angepeilt.

Von Juli bis September steigerte Sanofi-Aventis den bereinigten Gewinn je Aktie um fünf Prozent auf 1,47 Euro. Der bereinigte Nettogewinn legte um 1,9 Prozent auf rund 1,9 Mrd. Euro zu und übertraf leicht die Markterwartungen. Der Umsatz fiel indes wegen des schwachen Dollar stärker als Analysten erwartet um 2,4 Prozent auf 6,9 Mrd. Euro. Ohne die belastenden Wechselkurseffekte hätte Sanofi einen Zuwachs von 5,5 Prozent verbucht. Hinzu kam, dass die Vermarktungsvereinbarung mit dem Generikariesen Teva für dessen Mutiple-Sklerose Mittel Copaxone in den USA und Kanada auslief.

Sanofi litt zuletzt unter einigen Rückschlägen bei der Entwicklung neuer Medikamente. Zudem musste der Konzern seine umstrittene Schlankmacherpille Acomplia auf Druck der Behörden in der EU vom Markt nehmen, nachdem sich Berichte über psychische Störungen als Nebenwirkungen des Mittels gehäuft hatten. Daneben macht dem Konzern die Konkurrenz durch Generika zu schaffen. So verlangsamte sich das Umsatzwachstum bei dem lukrativen Blutverdünner Plavix, nachdem in Deutschland eine Kopie des Medikaments auf den Markt gebracht wurde. Profitieren konnte Sanofi dagegen von einem florierenden Geschäft mit Impfstoffen, mit denen das Unternehmen fast zehn Prozent mehr umsetzte als im Vorjahreszeitraum.

Anleger hoffen nun, dass der neue Vorstandschef Chris Viehbacher, der zuletzt beim britischen Rivalen GlaxoSmithKline das Nordamerika-Geschäft leitete, für frischen Wind bei Sanofi sorgt. Der Deutsch-Kanadier übernimmt zum 1. Dezember den Chefposten von Gerard Le Fur, der damit nach nicht einmal zwei Jahren im Amt die Führung abgeben muss. Le Fur wird als vormaliger Forschungschef von Sanofi stark mit dem Fehlschlag von Acomplia in Verbindung gebracht.

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