Pharmabranche
Sonderausgaben drücken Gewinn von Wyeth

Der US-Pharmakonzern Wyeth hat wegen Sonderausgaben zur Produktivitätssteigerung im dritten Quartal etwas weniger Geld verdient. Unter anderem wurde eine Produktionsstätte des drittumsatzstärksten Medikamentes des Konzerns geschlossen.

HB NEW YORK. Wie Wyeth am Donnerstag mitteilte, sank der Gewinn auf 1,15 Milliarden Dollar von 1,16 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Dies entsprach einem Gewinn von 84 Cent pro Aktie. Ohne Sonderausgaben belief sich der Gewinn wie von Analysten erwartet auf 90 Cent je Aktie, ein Plus von sieben Prozent. Der Umsatz kletterte um neun Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar. Analysten hatten hier mit 5,56 Milliarden Dollar etwas weniger erwartet.

Hohe Sonderkosten lasteten allerdings auf den Erträgen. Wyeth verbuchte im dritten Quartal Ausgaben von 86 Millionen Dollar nach Steuern im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung. Darin sind unte anderem Kosten für die Schließung einer Produktionsanlage zur Herstellung des Arthritis-Mittel Enbrel enthalten. Enbrel ist das drittumsatzstärkste Medikament von Wyeth mit Erlösen von 527 Millionen Dollar im dritten Quartal außerhalb der USA und Kanada. Dort vermarktet der US-Biotechriese Amgen die Arznei zusammen mit Wyeth.

Die Erlöse mit Wyeths Top-Medikament Effexor gegen Depressionen kletterten um vier Prozent auf 958 Millionen Dollar. Mit dem Imfpstoff Prevnar gegen Infektionen bei Kindern setzte Wyeth 634 Millionen Dollar um, ein Plus von 24 Prozent. Dagegen fielen die Umsätze mit dem Magenmittel Protonix (Pantoprazol) - einst das Top-Medikament der deutschen Altana vor deren Trennung vom Pharmageschäft - um sechs Prozent auf 425 Millionen Dollar.

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