Pharmabranche
Stada erleidet Gewinneinbruch

Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat auch den Generikahersteller Stada voll erwischt. Das Konzernergebnis brach im vergangenen Jahr um 27 Prozent auf 76,2 Millionen Euro ein.

HB BAD VILBEL. Neben dem schwierigen Umfeld sei der Gewinn durch außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, einen verlorenen Patentrechtsstreit sowie Währungseffekte und Zinssicherungsgeschäfte belastet worden. Die Dividende will der Vorstand nun von 0,71 Euro im vergangenen Jahr auf 0,52 Euro pro Aktie zusammenstreichen. Eine Besserung ist nach Einschätzung des Unternehmens nicht in Sicht.

Beim Umsatz stand zum Jahresende noch ein Plus von fünf Prozent auf 1,65 Mrd. Euro, bereinigt um Sondereffekte betrug das Wachstum nur ein Prozent. Im vierten Quartal musste der Hersteller von Nachahmer-Medikamenten nach eigenen Angaben einen Umsatzrückgang von 14 Prozent hinnehmen. Das Unternehmen begründete dies etwa mit Preissenkungen in Deutschland und negativen Wechselkursveränderungen in Großbritannien und Osteuropa.

Aktien des Unternehmens reagierten deutlich negativ. Der Kurs ging um 5,76 Prozent auf 12,60 Euro zurück. Das ist der tiefste Stand seit Juni 2001. "Die Zahlen und der Ausblick sind schlecht - das Unternehmen zeigt kein Wachstum mehr", sagte ein Händler.

Auch für dieses Jahr ist das Unternehmen aus der Nähe von Frankfurt wenig optimistisch. Der Vorstand rechnet im ersten Halbjahr mit einer rückläufigen Entwicklung bei Umsatz und Ertrag. Ob die erwartete Erholung in der zweiten Jahreshälfte die Rückgänge ausgleichen könne, sei offen. Im Januar und Februar habe der Umsatz zwölf Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) solle mindestens 250 Mio. Euro erreichen. Analysten hatten 320 Mio. Euro erwartet. 2008 lag das EBITDA bei 255,4 Mio. Euro.

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