Pharmabranche
Stada steckt nach Enttäuschung zurück

Harter Preiswettbewerb, Währungsverluste in Osteuropa sowie eine Reihe von Sonderbelastungen haben dem Pharmahersteller Stada das Ergebnis 2008 verhagelt. Der operative Gewinn des Unternehmens sank nach vorläufigen Zahlen um 18 Prozent auf 176 Mio. Euro.

FRANKFURT. Harter Preiswettbewerb, Währungsverluste in Osteuropa sowie eine Reihe von Sonderbelastungen haben dem Pharmahersteller Stada das Ergebnis 2008 verhagelt. Der operative Gewinn des zweitgrößten Herstellers von patentfreien Nachahmer-Medikamenten (Generika) in Deutschland sank nach vorläufigen Zahlen um 18 Prozent auf 176 Mio. Euro, das Ergebnis nach Steuern um gut ein Viertel auf 76 Mio. Euro. In Reaktion auf den unerwarteten Einbruch will das Unternehmen die Dividende von 71 Cent je Aktie auf 52 Cent kürzen.

Stada hat damit seine Ertragsziele für 2008 deutlich verfehlt und revidierte gestern zugleich die Prognose für 2009 nach unten. Das Bad Vilbeler Unternehmen rechnet mit rückläufigen Umsätzen und Erträgen im ersten Halbjahr und lässt offen, ob diese Einbußen durch die erwartete Erholung im zweiten Halbjahr kompensiert werden können.

Noch im November hatte Stada ein zweistelliges Gewinnwachstum für 2008 und weitere Steigerungen im Jahr 2009 in Aussicht gestellt. Die Aktie des Pharmaherstellers gab gestern um mehr als vier Prozent nach, nachdem sie seit Jahresbeginn bereits gut ein Drittel ihres Wertes verloren hat.

Die Entwicklung bei Stada bestätigt die zusehends schwierige Situation im Bereich der patentfreien Medikamente, die unter anderem auch bei der Novartis-Tochter Sandoz und der zur Merckle-Gruppe gehörenden Firma Ratiopharm zu schwachen Resultaten geführt hat. Das Geschäft mit Generika wird durch einen heftigen Preisverfall aufgrund regulatorischer Eingriffe, etwa auf dem britischen Markt, sowie durch die Rabatt-Verträge in Deutschland belastet. So wurden nach Angaben aus der Branche im Rahmen der jüngsten AOK-Ausschreibung Preisabschläge von bis zu 90 Prozent gegenüber dem bisherigen Herstellerabgabepreis angeboten.

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