Pharmabranche
US-Pharmakonzerne fallen zurück

Die Marktführer der Pharmabranche Pfizer und Merck müssen derzeit einen starken Umsatzrückgang in Kauf nehmen. Doch trotz der Verluste durch abgelaufene Patente können die meisten Unternehmen ihre Ertragskraft auf hohem Niveau halten. Die Branche hat bereits umfangreich die Kosten gesenkt.

FRANKFURT. Während andere Branchen heftig unter die Räder gekommen sind, bleibt die Pharmabranche von der Konjunktur- und Finanzkrise bislang weitgehend verschont. Allerdings zeigen die bisher vorliegenden Quartalszahlen, dass etliche Konzerne, vor allem in den USA, von Patentabläufen und fehlenden Produktinnovationen gebremst werden.

Ähnlich wie Branchenführer Pfizer meldete gestern zum Beispiel auch Merck & Co für das Gesamtjahr 2008 einen Umsatzrückgang von vier Prozent auf währungsbereinigter Basis. Die Erlöse gingen dabei im vierten Quartal besonders stark zurück. Der Nettogewinn von Merck legte 2008 deutlich zu, doch dürfte der um diverse Sondereffekte bereinigte operative Gewinn leicht gesunken sein.

Merck muss unter anderem den Patentablauf beim Bluthochdruckmittel Cozaar und dem Knochenmedikament Fosamax verkraften. Zudem verbucht der Konzern deutliche Einbußen bei dem zusammen mit Schering-Plough vertriebenen Cholesterinsenker Vytorin, bei dem im vergangenen Jahr Zweifel an der Sicherheit und Wirksamkeit aufkeimten. Für 2009 stellt der Konzern einen in etwa stabilen Umsatz und einen Rückgang des Nettogewinns von drei bis neun Prozent in Aussicht.

Die Entwicklung bei Merck ist typisch für eine Reihe großer US-Pharmahersteller, die derzeit mit Patentabläufen und Einbußen bei wichtigen Umsatzträger zu kämpfen haben.

Trotz der Schwächen, können die meisten Unternehmen der Branche dank umfangreicher Kostensenkungs-Programme ihre Ertragskraft aber auf relativ hohem Niveau halten. Gemessen an den bisher vorliegenden Zahlen für 2008 dürften die operativen Gewinne im Schnitt einstellig gewachsen sein. Bei den Netto-Gewinnen fallen die Zuwächse sogar zum Teil noch stärker aus. Grund dafür ist die Tatsache, dass die Gewinne im Vorjahr zum Teil durch hohe Sonderfaktoren und Rückstellungen belastet waren. shf

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