Pharmafirma Merz: Aufgabe im Bieterkampf um US-Unternehmen

Pharmafirma Merz
Aufgabe im Bieterkampf um US-Unternehmen

Die Frankfurter Pharma-Firma Merz hat im Bieterkampf um den US-Hautpflegespezialisten Obagi das Handtuch geworfen. Im Wettstreit mit dem kanadischen Konkurrenten sei der Preis wirtschaftlich nicht mehr angemessen gewesen.
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FrankfurtDer Frankfurter Pharmakonzern Merz gibt sich im Bieterkampf mit dem kanadischen Konkurrenten Valeant Pharmaceuticals um den US-Hautpflegespezialisten Obagi geschlagen. Merz ziehe seine Offerte für Obagi im Wert von 22 Dollar je Aktie in bar zurück, teilte das Familienunternehmen am Montag in Frankfurt mit. Der Bieterrivale Valeant hatte unlängst die Merz-Offerte im Volumen von 384 Millionen Dollar übertrumpft. Valeant bietet inzwischen rund 418 Millionen Dollar oder 24 Dollar je Aktie für den Hersteller von verschreibungspflichtigen Mitteln gegen Haut-Alterung.

„Obagi hätte unser Angebotsportfolio an injizierbaren Produkten hervorragend ergänzt“, erklärte Merz-Chef Philip Burchard. „Allerdings ist Merz ein disziplinierter Käufer, eine weitere Erhöhung des Kaufpreises entspricht nicht unseren Anforderungen an die wirtschaftliche Angemessenheit einer Transaktion“, fügte er hinzu. Merz werde nun andere Zukaufsmöglichkeiten ausloten. Das Traditionsunternehmen, das für Präparate wie „Merz Spezial Dragees“ und „tetesept“-Bäder bekannt ist, setzt seit einiger Zeit verstärkt auf seine Hauptpflege- und Schönheitssparte. In den USA ist Merz bereits mit Botox-Produkten und anderen Anti-Falten-Mitteln vertreten.

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