Pharmahändler: McKesson schnappt sich Celesio doch

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McKesson schnappt sich Celesio doch

McKesson hat es geschafft. Beim zweiten Versuch hat sich der Pharmahändler knapp die nötigen Celesio-Anteile gesichert. Großaktionär Haniel hatte zuvor aufgestockt, weil ein Hedgefonds mitspielte.
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San Francisco/StuttgartErfolg im zweiten Anlauf: Wenige Tage nach dem gescheiterten Versuch, den Stuttgarter Pharmagroßhändler Celesio zu kaufen, ist der US-Konkurrent McKesson jetzt so gut wie am Ziel. Die Amerikaner legten am Donnerstagabend erneut eine Offerte für Celesio vor und bieten wieder 23,50 Euro je Aktie. Anders als beim ersten Gebot haben sie sich allerdings dieses Mal bereits knapp 76 Prozent an Celesio gesichert. Der Kauf soll nun binnen zehn Tagen über die Bühne gehen.

Der hoch verschuldete Familienkonzern Haniel hatte zuvor seinen Anteil von etwas mehr als 50 Prozent auf 75,99 Prozent aufgestockt, indem er dem Hedgefonds Elliott dessen Aktien-Paket abkaufte. McKesson kaufte zudem Wandelanleihen von Elliott, um dieses Mal auf Nummer sicher zu gehen.

Der erste Übernahmeversuch des US-Konzerns war Anfang Januar gründlich schief gegangen. Obwohl sich McKesson mit den Großaktionären Haniel und Elliott geeinigt hatte, kam der US-Konzern nicht auf die vorher zur Bedingung gemachten 75 Prozent an Celesio.

Welche Summen nun zwischen Haniel und Elliott geflossen sind, wurde nicht bekannt. Nach Angaben einer mit der Transaktion vertrauten Person waren die Bedingungen für den Verkauf im zweiten Anlauf aber nicht geändert worden. Alle Parteien hätten ein Interesse daran gehabt, die Übernahme zum Abschluss zu bringen. Man sei nun keine Risiken mehr eingegangen, hieß es.

So ist die neue Offerte auch nicht mehr an eine Vollzugsbedingung geknüpft. Der von McKesson jetzt gebotene Preis entspricht dem Mitte Januar leicht angehobenen Gebot. Insgesamt wird Celesio bei der Übernahme mit etwas mehr als sechs Milliarden Euro bewertet.

McKesson und Celesio wollen sich früheren Angaben zufolge mit 81.500 Mitarbeitern weltweit und einem Jahresumsatz von mehr als 150 Milliarden US-Dollar (111 Milliarden Euro) zu einem der größten Pharmagroßhändler zusammenschließen.

Celesio-Chefin Marion Helmes sagte am Donnerstag: „Ich freue mich, dass der Zusammenschluss mit McKesson zustande kommt.“ Damit schafften Celesio und McKesson eine ausgezeichnete Basis, um profitabel zu wachsen. Der Stuttgarter Pharmahändler hatte zuletzt massiv unter dem Rabattwettbewerb in Deutschland gelitten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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