Pharmahersteller: Umsatzsprung bei Lonza

Pharmahersteller
Umsatzsprung bei Lonza

Die Übernahme des US-Herstellers Arch Chemicals macht sich für das Schweizer Pharmaunternehmen Lonza bezahlt. Umsatz und Gewinn stiegen im vergangenen Jahr deutlich. Die Aktionäre profitieren davon jedoch nicht.
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ZürichDie Übernahme des US-Konzerns Arch Chemicals hat dem Schweizer Pharma-Auftragshersteller Lonza zu einem Umsatzsprung verholfen. Die Verkäufe stiegen im vergangenen Jahr um rund 46 Prozent auf 3,9 Milliarden Franken, wie Lonza am Donnerstag mitteilte. Der Reingewinn erhöhte sich um 18 Prozent auf 182 Millionen Franken von 147 Millionen Euro. Damit erfüllte das Basler Unternehmen in etwa die Erwartungen von Analysten. Die Aktionäre sollen wie im Vorjahr eine Dividende von 2,15 Franken erhalten.

Lonza produziert Wirkstoffe und Medikamente für Konzerne wie Novartis, GlaxoSmithKline oder Teva. Mit der Übernahme von Arch im Herbst 2011 für mehr als 1,2 Milliarden Dollar schaffte sich der Konzern ein zweites Standbein im Bereich Hygiene- und Desinfektionsmittel. Das Arch-Geschäft ist zum ersten Mal für ein volles Jahr in der Lonza-Bilanz enthalten.

Die nach der Übernahme erhöhte Verschuldung sank um 13 Prozent auf 2,3 Milliarden Franken und soll in diesem Jahr weiter abgebaut werden. Der Konzern erwartet 2013 ein weiteres Wachstum beim Umsatz und Betriebsgewinn (Ebit). "Wir peilen dieses Jahr ein Ebit-Wachstum von zehn Prozent an", sagte Konzernchef Richard Ridinger.

2012 stieg der Betriebsgewinn um 28 Prozent auf 335 Millionen Franken und lag am oberen Rand des von Lonza aufgestellten Zielbandes. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten rechnen für das laufende Jahr mit einen Ebit von 407 Millionen Franken, was einem Wachstum von gut 20 Prozent enspricht. Das Ziel, die Ebitda-Marge von 16,3 Prozent bis 2015 auf 20 Prozent zu verbessern, bekräftigte der Konzernchef.

Investoren reagierten auf die Zahlen enttäuscht. Die Aktie sank am Morgen um knapp fünf Prozent. "Der Ausblick, den uns der Konzernchef gegeben hat, ist ein bisschen schwach", sagte ein Börsenhändler. (

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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