Pharmakonzern

Astra-Zeneca kann Umsatzrückgang stoppen

Der britisch-schwedische Pharmakonzern kann seinen Umsatzrückgang leicht abbremsen. Dennoch dürfte Astra-Zeneca auf Jahressicht weniger einnehmen. Auf die Bilanz drücken teure Übernahmen und die Generika-Konkurrenz.
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Der Pharmakonzern kämpft mit den Nachwehen der teuren Pfizer-Übernahme. Dennoch blickt Astra-Zeneca zuversichtlicher in die Zukunft. Quelle: Reuters
Astra-Zeneca

Der Pharmakonzern kämpft mit den Nachwehen der teuren Pfizer-Übernahme. Dennoch blickt Astra-Zeneca zuversichtlicher in die Zukunft.

(Foto: Reuters)

LondonDer Verkauf von Rechten an mehreren Medikamenten stützt die Geschäfte des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astra-Zeneca. Firmenchef Pascal Soriot rechnet jetzt für das Gesamtjahr nur noch mit einem prozentual niedrig einstelligen Umsatzrückgang, wie er am Donnerstag zur Vorlage von Quartalszahlen ankündigte. Bislang lautete seine Prognose für 2015 auf einen Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich. Für das Jahresergebnis stellte Soriot weiter einen schmalen Zuwachs in Aussicht.

Der Konzern, der im vergangenen Jahr eine 118 Milliarden Dollar schwere Übernahmeofferte von Pfizer abschüttelte, trat unter anderem Medikamentenrechte an den US-Rivalen Celgene ab. Solche Vereinbarungen polsterten den Umsatz auf. Die Gesamterlöse sanken allerdings im zweiten Quartal um sieben Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie – Sonderposten ausgenommen – ging um acht Prozent auf 1,21 Dollar zurück.

Astra-Zeneca spürte insbesondere Gegenwind durch Konkurrenz von günstigeren Nachahmer-Präparaten. Mit den Zahlen schnitt das Unternehmen dennoch besser ab als an der Börse erwartet wurde. Den Aktienkurs schob dies um zwei Prozent an.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

  • rtr
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