Pharmakonzern
Astra-Zeneca kauft US-Firma Omthera

Das Auslaufen wichtiger Patente und ein herber Umsatzeinbruch haben den Pharmakonzern unter Zugzwang gesetzt. Ein Zukauf in den USA soll nun das Geschäft mit Herz-Kreislauf-Medikamenten stärken.
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LondonDer zweitgrößte britische Pharmakonzern Astra-Zeneca stärkt mit einem Zukauf über bis zu 443 Millionen Dollar (rund 342 Millionen Euro) sein Geschäft mit Herz-Kreislauf-Medikamenten. Übernahmeziel ist die US-Firma Omthera Pharmaceuticals, die auf aus Fischöl gewonnene Wirkstoffe spezialisiert ist, wie AstraZ-eneca am Dienstag mitteilte.

Die Omthera-Eigner erhalten demnach 12,70 Dollar pro Aktie oder insgesamt 323 Millionen Dollar. Dies ist ein Aufschlag von 88 Prozent auf den Schlusskurs der Omthera-Aktien vom Freitag. Zudem gibt es eine erfolgsabhängige Prämie von insgesamt 120 Millionen Dollar, falls das Omthera-Medikament Epanova am Markt gut einschlägt.

Astra-Zeneca steht unter Druck, da das Auslaufen von Patenten für wichtige Ertragsbringer bereits im ersten Quartal 2013 zu einem Umsatzeinbruch von 13 Prozent geführt hat. Der Konzern versucht nun, seinen Nachschub an neuen Medikamenten aufzufüllen, um die wegbrechenden Erlöse abzufedern. Helvea-Analystin Odile Rundquist bezeichnete die Übernahme als guten Schritt, da sie das Herz-Kreislauf-Portfolio von Astra-Zeneca "perfekt" vervollständige. Omtheras Hauptmedikament hat bereits die letzte Phase der klinischen Überprüfung am Menschen bestanden und könnte mit Astra-Zenecas wichtigem Cholesterinsenker Crestor kombiniert werden.

Der neue AstraZ-eneca-Chef Pascal Soriot hatte bereits vorigen Monat mit dem Kauf der US-Biotechfirma Alpha-Core Pharma das Geschäft mit Herz-Kreislauf-Medikamenten gestärkt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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