Pharmakonzern Bayer
Kein Geschäft mehr mit Blutzuckermessgeräten

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer trennt sich künftig von seinem Geschäft mit Blutzuckermessgeräten. Eine zweite Runde des Verkaufsprozesses mit ausgewählten Interessenten wurde bereits eingeleitet.
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FrankfurtDer Pharma- und Chemiekonzern Bayer will sich einem Zeitungsbericht zufolge von seinem Geschäft mit Blutzuckermessgeräten trennen. Die Leverkusener hätten bereits eine zweite Runde des Verkaufsprozesses mit ausgewählten Interessenten eingeleitet, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Verweis auf Branchen- und Finanzkreise in ihrer Mittwochausgabe. Mit den Messgeräten für Diabeteskranke erzielt der Konzern dem Blatt zufolge ein Jahresumsatz von gut einer Milliarde Euro sowie rund ein Fünftel Marge auf Basis des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda). Zu den Interessenten zählten der französische Pharmakonzern Sanofi sowie der japanische Elektronikkonzern Panasonic. Der Verkaufsprozess, mit dem die Investmentbank Credit Suisse beauftragt sein soll, könne sich aber noch länger hinziehen.

Bei Bayer, Sanofi und Credit Suisse war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Panasonic wies ein Interesse an der Bayer-Sparte zurück.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Pharmakonzern Bayer: Kein Geschäft mehr mit Blutzuckermessgeräten"

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  • Ein Milliardenmarkt, das Geschäft mit diesen Blutzuckerteststreifen, den alle Versicherten finanzieren müssen. Muss das eigentlich sein? Gibt es nicht mal endlich eine nichtinvasive Messmethode ohne Pieks? Naja, die Hersteller von konventionellen Messgeräten werden das zu verhindern wissen.

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