Pharmakonzern
Bayer will Augenmittel verstärkt einsetzen

Der deutsche Pharmariese Bayer will sei lukratives Augenmittel Eylea in Europa verstärkt einsetzen. Dafür soll das Medikament nun auf einem weiteren Krankheitsfeld zugelassen werden.
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FrankfurtDeutschlands größter Arzneimittelhersteller Bayer will sein lukratives Augenmittels Eylea in Europa vermehrt einsetzen. Der Leverkusener Konzern beantragte bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA, das zu spritzende Präparat bei einem weiteren Krankheitsfeld zuzulassen, wie Bayer am Mittwoch mitteilte. Bayer will erreichen, dass künftig auch Patienten mit Sehschärfenverlust bei einem Ödem der Netzhaut infolge eines retinalen Venenastverschlusses mit dem Präparat behandelt werden können.

„Dies ist bereits die vierte Indikation für Aflibercept zur Injektion ins Auge, für die wir die Zulassung in der EU beantragen“, sagte der Entwicklungsleiter von Bayer-HealthCare, Jörg Möller. Aflibercept ist der Wirkstoffname des Mittels. In Europa ist das Medikament bereits zur Behandlung von zwei Augenkrankheiten zugelassen.

Eylea gehört zu den fünf wichtigsten neuen Arzneien des Konzerns. Bayer hatte die Spitzenumsatzerwartung für das Mittel im Februar um 500 Millionen Euro auf mindestens 1,5 Milliarden Euro im Jahr erhöht. Im vergangenen Jahr fuhr Bayer mit Eylea 333 Millionen Euro ein. Wichtigstes Konkurrenzpräparat ist das Medikament Lucentis der Schweizer Rivalen Novartis und Roche.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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