Pharmakonzern
Boehringer verzeichnet kräftige Zuwächse

Vor allem das Geschäft mit Tierarzneimitteln wächst kräftig: Deutschlands zweitgrößter Pharmakonzern Boehringer Ingelheim hat im ersten Halbjahr deutlich mehr Umsatz generiert. Sorge machen auslaufende Patente.
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FrankfurtDer schwache Euro und ein starkes Geschäft mit Tiermedizin und verschreibungsfreien Medikamenten geben Boehringer Ingelheim Schwung. Der Umsatz kletterte im ersten Halbjahr um 13 Prozent auf rund 7,4 Milliarden Euro, wie Deutschlands zweitgrößter Pharmakonzern nach Bayer am Dienstag mitteilte. Mehr als ein Drittel seines Umsatzes erzielte Boehringer in dem Zeitraum in den USA.

Bereinigt um Währungseffekte legten die Erlöse um zwei Prozent zu. Für das Gesamtjahr präzisierte der Konzern seine Umsatzprognose. Die Unternehmensleitung rechnet nun mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum im unteren einstelligen Prozentbereich. Bislang war ein moderater Anstieg in Aussicht gestellt worden.

Die kräftigsten Zuwächse verbuchte Boehringer im ersten Halbjahr im Geschäft mit Tier-Arzneimitteln, der Umsatz legte währungsbereinigt um elf Prozent zu. Mit frei verkäuflichen Arzneimitteln wie dem Bauchschmerzmittel Buscopan oder dem Hustenmittel Mucosolvan setzte der Konzern rund acht Prozent mehr um als vor Jahresfrist.

Im größten Geschäftsfeld mit verschreibungspflichtigen Medikamenten kam Boehringer dagegen nur auf ein Umsatzplus von einem Prozent. „Die Preise sind unter starkem Druck, die Kosten steigen, der Marktzugang wird schwieriger und der Wettbewerb härter“, erklärte Boehringer-Chef Andreas Barner.

Boehringers wichtigstes Mittel Spiriva, das zur Behandlung der Raucherlunge eingesetzt wird, machte im ersten Halbjahr währungsbereinigt vier Prozent weniger Umsatz. Im kommenden Jahr läuft das Patent für den Wirkstoff von Boehringers umsatzstärksten Mittel in vielen europäischen Ländern ab, in den USA verliert der Wirkstoff seinen Patentschutz Mitte 2018.

Rund lief es dagegen im Diabetesgeschäft, das in den kommenden Jahren einer der Wachstumstreiber sein soll. Mit seinen Medikamenten Trajenta und Jentadueto setzte der Konzern währungsbereinigt fast ein Viertel mehr um.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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