Pharmakonzern erfüllt Bedingung für Aventis-Übernahme – Widersprüchliche Signale aus der Politik
Sanofi verkauft zwei Produkte an Glaxo

Mit dem Verkauf von zwei Produkten hat der französische Pharmakonzern Sanofi-Synthélabo eine wichtige kartellrechtliche Voraussetzung für die angestrebte Übernahme des Konkurrenten Aventis erfüllt.

shf FRANKFURT/M. Für 453 Mill. Euro in bar übernimmt die britische Glaxo Smithkline die beiden Thrombose-Medikamente Fraxiparine und Arixtra, die zusammen rund 343 Mill. Euro Umsatz erzielten. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt, dass die Übernahme von Aventis tatsächlich erfolgt – was derzeit aber noch völlig offen ist.

Der Verkauf der beiden Medikamente ist für Sanofi wichtig, um Kartell-Probleme bei einer Fusion zu vermeiden. Denn Aventis hält mit dem Bestseller Lovenox bereits rund 50 % Marktanteil auf dem gut 3 Mrd. Euro großen Markt für Mittel zur Thrombose-Vorbeugung. Bereits bei Vorlage der Übernahme-Offerte hatte daher das Sanofi-Management angekündigt, im Falle einer Fusion dem Aventis-Präparat den Vorzug gegenüber eigenen Thrombose-Medikamenten zu geben.

Diese Entscheidung dürfte nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der enttäuschenden Umsätze mit der eigenen Neuentwicklung Arixtra erfolgt sein. Einst als potenzieller „Blockbuster“ gehandelt, erzielte dieses Mittel im vergangenen Jahr Erlöse von lediglich 24 Mill. Euro. Für das umsatzstärkere Fraxiparine ist der Patentschutz bereits weitgehend abgelaufen. Glaxo Smithkline muss daher für beide Produkte und eine zugehörige Produktionsanlage in Frankreich nur etwas mehr als einen Jahresumsatz zahlen. Für erfolgversprechende Produkte oder für komplette Unternehmen wird in der Pharmabranche normalerweise ein Vielfaches der Umsätze gezahlt.

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